Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 20/2013 - 23.04.2013

Girls´Day: Mädchen wählen aus eingeschränktem Berufswahlspektrum

Girls´Day

Girls´Day Arbeitskreis

Trotz der besseren Schulabschlüsse entscheiden sich Mädchen im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Dabei wählen mehr als die Hälfte der Mädchen aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System – kein naturwissenschaftlich-technischer ist darunter. „Gerade diese typischen Berufe sind aber oft nicht so traumhaft, wie sie vielleicht denken“, sagt Petra Heese vom DGB Hamburg. „Deswegen rufen wir alle Mädchen dazu auf, den Girls´Day zu nutzen, um sich gut bei den Ausbildungsbetrieben zu informieren. Fragen könnten sein: Wie sind die Arbeitsbedingungen? Wie werden die Mitarbeiter behandelt? Wie viel Urlaubstage gibt es? Was verdiene ich?“

Wichtig seien solche Fragen vor allem vor dem Hintergrund, dass gerade in den sogenannten Frauenberufen (zum Beispiel Friseurin, Verkäuferin oder Bürokraft) die Arbeitsbedingungen als schlechter angesehen werden, als bei den männlich dominierten (zum Beispiel Bau- und Elektroberufe, Tischler). Das geht aus dem Hamburger Ausbildungsreport des DGB hervor.

Auch bei den Urlaubstagen schneiden die frauendominierten Berufe schlechter ab. 27,4 Tage Urlaub bei den „Männerberufen“ stehen 25,2 Tagen bei den „Frauenberufen“ entgegen.

Auch der faire Umgang mit den Auszubildenden scheint ein Problem zu sein, mit dem vor allem junge Mädchen konfrontiert werden. Das spiegeln die Ergebnisse einer Umfrage für den Ausbildungsreport wider: Danach fühlen sich junge Frauen in ihren Berufsausbildungen doppelt so häufig von ungerechter Behandlung betroffen (9,6 Prozent), als junge Männer (4,5 Prozent). Petra Heese: „Ein fairer Umgang im Betrieb gehört aber grundlegend zu einer guten Ausbildung, denn er fördert die Lernmöglichkeiten und die Stimmung im Unternehmen.“

Der DGB Hamburg hat sich als ein Partner des Girls´Day Arbeitskreises an der Erarbeitung eines Handbuchs zur Vor- und Nachbereitung sowie zur Durchführung des Girls´Day, das sich vor allem an LehrerInnen richtet und von der Agentur für Arbeit herausgegeben wird, beteiligt. Es wird am 25. April offiziell vorgestellt.


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