Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 22/18 - 30.08.2018

Antikriegstag: Nie wieder Krieg! Abrüsten statt Aufrüsten!

Mit 68,5 Millionen Menschen sind weltweit heute so viele Menschen wie noch nie auf der Flucht. Sie fliehen vor Krieg oder Bürgerkrieg in ihrer Heimat. Durch das weltweite Erstarken nationalistischer und protektionistischer Politiken, sowie der Ausbreitung autoritärer und rechtspopulistischer Regime steigt das Risiko neuer Kriege. Gleichzeitig jährt sich das Ende des 1. Weltkrieges 2018 zum 100. Mal. Am Antikriegstag gedenken der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften deshalb den Toten der beiden Weltkriege und den Opfern der aktuellen Kriege.

Dazu sagte Katja Karger, Vorsitzende des DGB Hamburg, am Rande der Gedenkveranstaltung auf dem Ohlsdorfer Friedhof: „Waffengewalt und militärisches Wettrüsten lösen keine Probleme. Deswegen müssen die deutschen Politiker endlich umdenken und mit den anderen EU-Partnern eine gemeinsame europäische Friedensstrategie erarbeiten. Die NATO fordert eine Erhöhung der Rüstungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung eines Landes. Das lehnen wir ab. Für Deutschland würde das bedeuten den Militäretat annähernd zu verdoppeln. Das ist Geld, dass in anderen wichtigen Bereichen des zivilen Lebens dann fehlt.“

Als erste konkrete Schritte fordern der DGB und seine Mitgliedgewerkschaften:

- Eine friedensorientierte Politik der Abrüstung mit  Fokus auf Krisen- und Konfliktprävention, statt der Aufstockung der Rüstungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung.

- Stopp der  Waffenexporte in Krisen- und Konfliktgebiete, sowie diktatorische und autokratische Regime. Insgesamt stärkere Kontrollen von Waffenexporten.

„Das Risiko für militärische Auseinandersetzungen ist im Moment so hoch wie seit 1989 nicht mehr. Die USA und Russland verkleinern zwar scheinbar ihre Atomwaffenarsenale – gleichzeitig modernisieren sie die Waffen jedoch auch. Die neuen Waffen sind deutlich schlagkräftiger als die alten. Angesichts der instabilen Weltlage ist das eine gefährliche Tendenz. Als Gewerkschafter/-innen engagieren wir uns schon seit unserer Gründung für Abrüstung und zivile Strategien der Friedenssicherung.“, so Katja Karger.

Der ganze Aufruf: https://www.dgb.de/themen/++co++dd4c8358-80f8-11e8-91f7-52540088cada


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