Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 09.05.2004

DGB arbeitet ab sofort im Integrationsbeirat mit

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Am 11. Mai 2004 trifft sich der Integrationsbeirat der Behörde für Soziales und Familie zu seiner konstituierenden Sitzung in der Handelskammer. Auch der DGB wird nun in diesem Gremium mitarbeiten; vertreten durch Hüseyin Yilmaz, beim DGB zuständig für arbeitsmarktpolitische Integration junger Migrantinnen und Migranten.
„Bei der Gründung des Integrationsbeirats im Jahr 2001 hat sich der DGB nicht beteiligt“, sagt Hüseyin Yilmaz. „Zum einen, weil der Senat die Dienststelle der Ausländerbeauftragten auflöste - ein fatales Signal für die 270 000 Migrant/innen in dieser Stadt. Zum anderen hatte der damalige Innensenator Schill öffentlich geäußert, dass ,Ausländer den deutschen Wohlstand verfrühstücken‘, eine Äußerung, die von keinem einzigen Senatsmitglied zurückgewiesen wurde.“ Auch das sei ein Grund für den DGB gewesen, nicht in diesem Gremium mitzuarbeiten.
„Nun ist Herr Schill glücklicher Weise irgendwo in der lateinamerikanischen Pampa verschwunden und wir wollen nach vorne blicken“, sagt Hüseyin Yilmaz. „20 Prozent der Migrantenkinder in Hamburg verlassen die Schule ohne Schulabschluss. Wir stehen also vor einer enormen gesellschaftlichen Herausforderung. Und deshalb arbeitet der DGB gemeinsam mit der Behörde für Soziales und Familie an dem Projekt der Integration junger Migrantinnen und Migranten in die Arbeitswelt“.
Hüseyin Yilmaz besucht Hamburger Firmen und wirbt dort um mehr Ausbildungsplätze für Migrant/innen. Er berät Betriebs- und Personalräte und schlichtet bei Konflikten mit ausländischen Auszubildenden.
„Es sind eine Menge Vorurteile im Raum, die durch persönliche Gespräche viel besser ausgeräumt werden können als durch Broschüren und allgemeine Appelle. Denn welcher deutsche Personalchef kennt sich schon aus mit der türkischen Mentalität? – Oft enstehen aus kleinen Missverständnissen große Probleme.“
Manche davon konnte der 54-jährige Türke Yilmaz, der seit 1970 in Hamburg lebt und seit 1978 für den DGB tätig ist, schon ausräumen.
Gerne berichtet Hüseyin Yilmaz ausführlich über seine Arbeit.
Kontakt: Tel.: 2858-687 oder –690.
Ein Foto von Hüseyin Yilmaz – siehe Anhang

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