Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 34/15 - 10.09.2015
Fachtagung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM)

Arbeitgeber müssen Arbeitsbedingungen überprüfen

Beteiligte an der BEM Fachtagung

Hamburg, 10.09.2015 DGB HH

Arbeitgeber müssen die Qualität ihrer Arbeitsbedingungen stärker überprüfen, um lange Ausfallzeiten durch Erkrankungen zu vermeiden. Das hat Katja Karger, Hamburgs DGB-Vorsitzende, auf einer Fachtagung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) gefordert. Karger: „Die Arbeitswelt mag an vielen Stellen sicherer geworden sein – gesünder ist sie nicht. Leistungsdruck, Doppel- und Dreifachbelastung – oder schlicht das Leben selbst, wirken sich auf die Gesundheit aus. Wir beobachten den rasanten Anstieg psychischer Erkrankungen mit langen Ausfallzeiten bereits bei vielen jungen Menschen. Mit Blick auf den demografischen Wandel müssen wir uns auf mehr ältere Beschäftigte einstellen.“

Karger hob hervor, dass dem BEM dabei eine besondere Bedeutung zukomme. Es sieht laut Sozialgesetzbuch ein besonderes Verfahren vor, wenn Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren. Beschäftigte haben ein Recht auf diesen Prozess, um einer weiteren Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen.
Viel zu oft müssten in den Unternehmen und Dienststellen die Verantwortlichen „zum Jagen getragen“ werden oder das BEM gar mithilfe der Arbeitsgerichte durchgesetzt werden. „Wenn die Arbeitgeber nicht tätig werden, müssen entsprechende Sanktionen her und bessere Mitbestimmung für die Mitarbeitervertretungen, denn in Zeiten alternder Belegschaften, hoher Arbeitsbelastung und steigendem Rentenalter dürfen die Chancen dieses Verfahrens nicht leichtfertig verspielt werden“, fordert Karger.

Arbeit und Leben Hamburg bietet mit seiner Beratungsstelle handicap Unterstützung für Interessenvertretungen wie Betriebs- und Personalräte, Mitarbeiter/innen- und Schwerbehindertenvertretungen zum BEM. Leiterin Iris Kamrath: „Arbeitgeber sind gut beraten, wenn sie das BEM systematisch einführen und gut umsetzen. Denn es erzeugt betriebliche win-win-Situationen: Beschäftigten wird geholfen und gleichzeitig erhalten sich Betriebe eine wertvolle Arbeitskraft und ihr Knowhow.“
Weitere Informationen über : handicap@hamburg.arbeitundleben.de, Tel. 040-284016-50

Hier geht es auf die Internetseiten von handicap


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