Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 004 - 18.05.2011
Tag des Ausbildungsplatzes

Zum Tag des Ausbildungsplatzes: Keine Entwarnung für Hamburg

Uwe Grund

Zum Tag des Ausbildungsplatzes am Mittwoch, den 18.Mai 2011 erklärt Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund: "Im Augenblick von einer Entwarnung oder einem positiven Fazit auf dem Ausbildungsmarkt zu sprechen verbietet sich eigentlich von selbst, wenn man auf die Gesamtzahlen schaut. In der Statistik der Agentur für Arbeit werden nicht alle Jugendlichen erfasst."

Von den insgesamt bei der Agentur für Arbeit gemeldeten 5.160 jugendlichen BewerberInnen stammen nur rund 2.250 aus dem aktuellen Schulabgängerjahr. Bei circa 17.000 Schulabgängern in diesem Jahr in Hamburg entspricht das einem Anteil von gerade einmal 13 Prozent. Der Rest sind AltbewerberInnen.

"Hier läuft etwas schief. Die Frage ist: Melden sich die Jugendlichen nicht bei der Agentur, und wenn das so ist – warum? Oder sind die Anerkennungsmaßstäbe der Arbeitsagentur so hoch, dass viele Jugendliche durch das Raster fallen?", fragt Uwe Grund weiter. Rechnet man zu den Suchenden all diejenigen dazu, die sich nicht bei der Arbeitsagentur melden oder nicht anerkannt werden wird deutlich, dass sogar tausende Ausbildungsplätze in Hamburg fehlen.

Demgegenüber stehen nach Angaben der Agentur für Arbeit von Ende April 2011 7.079 Ausbildungsstellen. Das ist der drittniedrigste Stand der letzten zwei Jahrzehnte. Die Forderung von Uwe Grund: "Wir brauchen eine einheitliche integrierte Ausbildungsstatistik für Hamburg, die sich sowohl aus Zahlen der Agentur, der Kammern und Schulbehörde zusammensetzt. Nur so lässt sich ein transparentes Bild zeichnen, wie es um die Ausbildungssituation in Hamburg wirklich bestellt ist."

Der Sprecher der DGB-Jugend Hamburg, Olaf Schwede: "Wir wünschen uns eine stärkere Unterstützung des dualen Ausbildungssystems. Hierzu gehört auch, dass Betriebe ein ausreichendes Ausbildungsangebot zur Verfügung stellen und ihre Plätze den Jugendlichen offensiv anbieten. Freie Ausbildungsstellen müssen der Arbeitsagentur gemeldet werden, sonst kann die nicht unterstützend bei der BewerberInnen-Suche helfen."


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