Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 06.03.2005

DGB-Aufruf zum Frauentag 8. März 05

DGB-Aufruf zum Frauentag 8. März 05
Für Toleranz, Vielfältigkeit und Antidiskriminierung im Arbeitsleben und in der Gesellschaft!
Frauen wollen einen Beruf, der ihrer Ausbildung entspricht, der Freude macht und finanzielle Unabhängigkeit bietet. Die Frauen lassen sich nicht länger mit einer Nebenrolle auf dem Arbeitsmarkt abspeisen.
„Ausgerechnet die am besten ausgebildete Frauengeneration aller Zeiten stößt in Deutschland immer noch auf erhebliche Schwierigkeiten und Benachteiligungen“, sagt Petra Heese, beim DGB Hamburg zuständig für Frauenpolitik. „Dass in Hamburg die Zahl der arbeitslosen Frauen innerhalb eines Jahres um 10, 7 Prozent zugenommen hat, ist erschütternd. So mancher Hartz-Reformer glaubt anscheinend, Frauen müssten sich in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit wieder mit einer Rolle als Hausfrau oder bestenfalls als Zuverdienerin zufrieden geben. Doch das wäre nicht nur ein Roll-Back in die 50er Jahre, sondern auch arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischer Unsinn. Diese rückwärtsgewandte Bewegung machen wir nicht mit!“
Hartz IV verstärkt die Einkommens- und Altersarmut von Frauen und führt damit wieder zu größerer Abhängigkeit von Partnern oder Angehörigen. Durch die verstärkte Anrechnung von Partnereinkommen fallen deutlich mehr mehr Frauen als Männer aus dem Leistungsbezug. Nicht nur, dass Frauen kein eigenes Geld mehr erhalten, sie haben auch keinen Anspruch auf berufsfördernde Maßnahmen und Sozialversicherungsbeiträge in dieser Zeit. Der Anspruch auf Fortbildungen für Berufsrückkehrerinnen nach dem Erziehungsurlaub wurde obendrein ersatzlos gestrichen.
Petra Heese: „Frauen dürfen keine Arbeitslosen zweiter Klasse sein. Sie müssen bei der Bundesagentur für Arbeit, bei den sogenannten ARGEN (Arbeitsgemeinschaften aus BA und Kommune) genauso behandelt werden wie männliche Arbeitslose. Auch dann, wenn sie auf Grund der Anrechnung des Partnereinkommens kein eigenes Geld mehr bekommen. Hier muss sich dringend etwas bewegen, sonst gehen der Gesellschaft wertvolle Qualifikationen von Frauen verloren.“
Frauen sind besonders von der Ausweitung des Niedriglohnsektors, von Leiharbeit und ungeschützten Arbeitsverhältnissen betroffen. Schon jetzt stellen sie die Mehrheit der am niedrigsten bezahlten Arbeitskräfte. „Typische“ Frauenberufe in Erziehung, Bildung und Pflege sind anspruchsvolle Tätigkeiten, die gar nicht hoch genug bewertet werden können und deshalb entsprechend bezahlt werden müssen. „Vorhandene Arbeitsplätze dürfen nicht weiter durch Ein-Euro- und Mini-Jobs verdrängt werden. Dies wäre nicht nur fatal für die Betroffenen, sondern unterhöhlt auch die sozialen Sicherungssysteme“, so Petra Heese.
Frauen, macht mit, wir bewegen Politik!
Veranstaltungen des DGB Hamburg zum Frauentag am 8.3. 05
DEMO des „Frauenbündnis für den 8. März“
Treffpunkt: 16.30 Uhr Hachmannplatz/Hbf.
Abschluss: 17.00 Uhr Ida-Ehre-Platz: KulturELLES
„Vorübergehend weggetreten“ von HERRCHENS FRAUCHEN im POLITTBÜRO, Steindamm 45,
Beginn: 20 Uhr Einlass ab 19.00 Uhr, NUR mit Mitgliedsausweis einer DGB-Gewerkschaft!

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