Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 02/2013 - 15.01.2013

Arbeitnehmerverdienste in Hamburg: Jeder Siebte bekommt nur Niedriglohn

Zur heutigen Veröffentlichung des Statistikamts über Arbeitnehmerverdienste in Hamburg erklärt Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund: „Das sind erschreckende Zahlen in der reichen Metropole Hamburg: Jeder siebte Beschäftigte arbeitet hier für einen Niedriglohn von brutto unter 10,36 Euro in der Stunde. Wir brauchen faire Löhne, von denen sich vernünftig leben lässt und keine Arbeitgeber, die ihre Gewinne auf Kosten ihrer Angestellten maximieren. Es ist beschämend, dass das Billiglohnprinzip gnadenlos ausgenutzt wird und so etwas in dieser Stadt und in diesem Land möglich ist. Wir brauchen eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt.

Gleichzeitig brauchen wir Maßnahmen gegen die Lohndiskriminierung von Frauen, die rund ein Fünftel weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Die Entgeltgleichheit muss her! Wir brauchen aber auch einen besseren Zugang für Frauen zu Spitzenpositionen und Quotenregelungen, damit auch sie von höheren Löhnen profitieren können.

Die Zahlen des Statistikamtes zeigen außerdem auf: Arbeitnehmer ohne Berufsbildung verdienen deutlich weniger als der Durchschnitt aller Beschäftigten. Solche krassen Lohnunterschiede sind nicht hinnehmbar. Der Weg zu faireren Löhnen führt aber nur über Bildung. Hier sind deutliche politische Anstrengungen gefordert.“

Die Zahlen des Statistikamt Nord gibt es hier.


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