An der Schweigeminute morgen, am Donnerstag den 23. Februar um 12 Uhr, zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt, beteiligen sich neben zahlreichen Unternehmen zum Beispiel auch viele Schulen und die Hamburger Hochbahn. Auch Bürgermeister Olaf Scholz begrüßt die Initiative.
Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund: „Ich freue mich, dass so viele Menschen und Institutionen in der Stadt dem Aufruf folgen. So setzen wir ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und für eine tolerante Gesellschaft.“
Schulsenator Ties Rabe hat alle Schulen dazu aufgefordert, bei der Aktion mitzumachen. In einem Brief an die Schulleitungen schreibt er: „Die von rechtsextremistischen Gewalttätern verübten Morde, Raubüberfälle und Anschläge erfüllen die Menschen in Deutschland mit Abscheu und Entsetzen. Das offene Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Milieus ist gelebte Realität im Alltag Hamburger Schulen. (…) Ich würde mich freuen, wenn sich Hamburgs Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie die an den Schulen Beschäftigten anschließen und für eine Schweigeminute im Schulleben innehalten würden.“
Die Hochbahn beteiligt sich ebenfalls an der Schweigeminute. So sind alle Busfahrerinnen und Busfahrer dazu aufgefordert, ihre Gefährte um 12 Uhr für eine Minute stillstehen zu lassen. Zahlreiche Unternehmen und Firmen machen bei der Aktion mit. So werden zum Beispiel die Arbeiterinnen und Arbeiter bei der Firma STILL durch ein Signal auf den Beginn der Schweigeminute aufmerksam gemacht. Sie wollen dann für diesen Moment die Arbeit ruhen lassen.
Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit, Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen in der Bürgerschaft, der Präsident des Unternehmensverbandes Nord, Uli Wachholtz sowie Uwe Grund kommen am Donnerstag ab 11.45 Uhr in der Rathausdiele zusammen. Dort wird es auch kurze Ansprachen geben.
Die Beschäftigten der Gewerkschaften versammeln sich um 12 Uhr im Foyer des Besenbinderhofs, um die Schweigeminute gemeinsam zu begehen.