Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 24.03.2011

DGB kritisiert Entgeltlücke in Hamburg


„Die traditionellen Rollenbilder müssen endlich aufgebrochen werden, denn sie sind Ursache für die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern. Wir werden den neuen Bürgermeister an seiner Aussage messen, dass es nicht hinzunehmen ist, wenn Frauen nach wie vor weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommen.“ sagt Petra Heese vom DGB Hamburg. Eine Bundesratsinitiative für ein Gleichstellungsgesetz in der Privatwirtschaft mit verbindlichen Messinstrumenten für Entgeltgleichheit in den Betrieben könnte nach den Vorstellungen des DGB hier Abhilfe schaffen.
Die mangelnde Einsetzung von Frauen als Staatsräte begründet der Erste Bürgermeister mit dem Zustand der Verwaltung, in der nicht ausreichend Frauen in Führungspositionen tätig sind. „Wir erwarten, dass sich das in Zukunft ändert und die Stadt Hamburg mit gutem Beispiel vorangeht“, so Petra Heese.
Die Ursachen für die Entgeltungleichheit sind vielfältig und sollten deshalb nach Auffassung der DGB Frauen auch an ihren Wurzeln bekämpft werden. Prekäre Beschäftigung ist vor allem eine Frauendomäne und sichert nicht ein eigenständiges Leben. Die DGB Frauen fordern deshalb die Umsetzung von gesetzlichen Mindestlöhnen und die Abschaffung der Minijobs.
Die Diskriminierung macht sich aber auch bei der Bewertung der Berufe deutlich. Die sogenannten typischen Frauenberufe werden schlechter eingestuft als die eher von Männern gewählten technischen Berufe. „Frauenberufe müssen aufgewertet werden. Die hohen psychosozialen Anforderungen bei der Arbeit mit Menschen in sozialen, pflegerischen oder erzieherischen Bereichen müssen bei der Entlohnung berücksichtigt werden, fordern die DGB Frauen. Es reiche nicht, die Berufswahl der Mädchen zu kritisieren.


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