Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 03.03.2006

Veranstaltungen des DGB Hamburg zum Internationalen Frauentag am 08. März 06

„Gewalt gegen Frauen – rote Karte zeigen“
DGB-Beteiligung an der Aktion des Frauenbündnisses 8. März
auf dem Carl-von-Ossietzky-Platz, Hamburg-St. Georg,
am 8. März um 17.00 Uhr
Abendveranstaltung des DGB Hamburg zum Internationalen Frauentag
8. März - 20.00 Uhr
Herrchens Frauchen – Best of II
im POLITTBÜRO, Steindamm 45
( Einlass ab 19.30 Uhr ) NUR mit Mitgliedsausweis einer DGB-Gewerkschaft
Die Hamburger Gewerkschafterinnen beteiligen sich an der Aktion des Hamburger Frauenbündnisses 8. März „Gewalt gegen Frauen – rote Karte zeigen“, um auf das Thema Zwangsprostitution aufmerksam zu machen. Damit unterstützen die DGB-Frauen die Kampagne des Deutschen Frauenrates „Abpfiff – Schluss mit der Zwangsprostitution“, die die Fußball-WM 2006 zum Anlass nimmt.
Im Jahr 2006 wird die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland ausgetragen, auch in Hamburg. Eine Begleiterscheinung von Veranstaltungen dieser Größenordnung ist immer auch die Zunahme von Prostitution an den Austragungsorten. In diesem Zusammenhang befürchtet der DGB die Ausweitung von Menschenhandel und Zwangsprostitution.
In Hamburg leben laut Auskunft des Landeskriminalamts derzeit zwischen 2250 und 2400 Prostituierte, von denen die meisten abhängig sind von Zuhältern. Häufig werden Ausländerinnen unter falschen Versprechungen zur Prostitution angeworben. Erst vor Ort erfahren sie, welche Bedingungen sie erwarten, werden zur Prostitution gezwungen und schließlich zu Opfern des Menschenhandels. In Hamburg werden von diesem Menschenhandel jährlich 35 – 50 Fälle bekannt. Die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher liegen.
Petra Heese, beim DGB Hamburg zuständig für Frauenpolitik: „Die DGB-Frauen bekräftigen die Forderung der Gewerkschaften nach deutlich verbesserten Maßnahmen zum Schutz der Opfer von Menschenhandel. Dazu gehören z. B. großzügige psychosoziale Hilfen und die finanzielle Absicherung entsprechender Beratungsstellen. Auch die Öffentlichkeit muss besser über Zusammenhänge der Zwangsprostitution aufgeklärt werden. Prostitution darf kein Tabu-Thema sein!“

DGB-Aufruf zum Frauentag
Es kommt neuer Schwung in die Familienpolitik. Die Kinderbetreuung soll ausgebaut werden. Junge Eltern sollen steuerlich entlastet werden. Zur Elternzeit soll auch das Elterngeld kommen. Richtige Schritte, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf endlich zu verbessern. Doch Frauenpolitik ist mehr – und kein bloßes Anhängsel der Familienpolitik.
Wir wollen gleiche Chancen und Bedingungen für Frauen – nicht nur für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern für Ausbildung und Arbeitsplatz, berufliche Entwicklung und soziale Sicherung.
Die Probleme sind seit Jahren bekannt:
► Der Grundsatz der Entgeltgleichheit wird nach wie vor nicht eingehalten. Frauen verdienen im
Durchschnitt über 20 % weniger als Männer in vergleichbaren Tätigkeiten.
► Eingeschränkte Karriere- und Weiterbildungschancen sowie überholte Wertvorstellungen behindern den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen. Sie stoßen an die gläserne Decke.
► Benachteiligungen in den sozialen Sicherungssystemen und bei der privaten Vorsorge verweisen Frauen nach wie vor auf die Rolle der Zuverdienerin in einer Partnerschaft.
► Der Wiedereinstieg ins Berufsleben, z.B. nach der Elternzeit, ist mit vielerlei organisatorischen und unternehmensinternen Hürden verbunden. Vereinbarkeitsprobleme
setzen sich fort.
Wir Frauen im DGB fordern Vorfahrt für Gleichstellung:
► Frauen wollen ein Existenz sicherndes Einkommen. Sozialversicherungspflichtige Arbeit muss Vorrang haben vor einer Ausweitung von Niedriglohn und Minijobs.
► Wir brauchen einen Mindestlohn, der deutlich über der Armutsgrenze liegt und bestehende tarifliche Regelungen berücksichtigt.
► Wir brauchen endlich einen gesetzlichen Rahmen für die Gleichstellung von Frauen in der privaten Wirtschaft.
► Wir fordern ein Elterngeld orientiert am Einkommen des Elternteils, der die Elternzeit in Anspruch nimmt. Nur so wird Elterngeld ein echter Beitrag zur Gleichstellung.
► Bund, Länder und Kommunen müssen endlich flächendeckende Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder aller Altersstufen schaffen.
Denn: Gleichgestellt ist doppelt stark!

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