Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 16/16 - 07.06.2016
Mietpreistreiberei nicht zulassen!

Hamburg braucht die Wohnungsbauoffensive

„Das Vorhaben des Senats, den Wohnungsbau in Hamburg deutlich auszuweiten, ist eine wichtige Antwort auf die Preistreiberei der Immobilienwirtschaft. Die Mieten werden für immer mehr Familien zum Problem. Die Nöte der Arbeitnehmer und Durchschnittsverdiener in einer Metropole wie Hamburg sind riesengroß, Geringverdiener sind nahezu chancenlos. Damit das Wohnen in der Stadt nicht endgültig zum Luxus wird, muss stärker gegengesteuert werden. Weil jedes Jahr Wohnungen aus der Sozialbindung herausfallen, müssen wieder mehr Wohnungen öffentlich gefördert werden“, sagte Katja Karger, Vorsitzende des DGB Hamburg. Vertreter des Senats, der Bezirke und der Wohnungswirtschaft hatten heute einen Vertrag unterzeichnet, wonach bis 2020 jedes Jahr mindestens 10.000 Baugenehmigungen erteilt werden sollen, 3000 davon für geförderte Wohnungen. 

Mehr Wohnungsbau ist auch ein Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen im Handwerk und in der Bauwirtschaft

Angesichts des niedrigen Zinsniveaus sei jetzt der richtige Zeitpunkt, Geld für Zukunftsinvestitionen in die Hand zu nehmen, sagte Karger weiter. Vor allem Wohnungen des Bundes und der Länder, von Genossenschaften und Kommunen würden mietpreisdämpfend wirken: „Drei von vier Wohnungen in Hamburg sind Mietwohnungen, etwa 30 Prozent des Wohnungsbestands haben SAGA, GWG und Wohnungsbaugenossenschaften geschaffen. Dieses starke Fundament eines sozialen Wohnungsbaus muss weiter gefestigt und gegen den Marktradikalismus verteidigt werden. Wir brauchen dringend weiteren günstigen Wohnraum in der Metropolregion. Dazu müssen aber auch die nötigen Flächen schnell bereitgestellt werden, damit sich Investitionen und Baulandkosten refinanzieren. Mehr Wohnungsbau ist auch ein Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen im Handwerk und in der Bauwirtschaft.“ Eine Verknüpfung steuerlicher Förderung mit einer Mietpreisbindung habe sich in den 1990er Jahren schon einmal bewährt.


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