Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 12/2015 - 17.03.2015
Fair, partnerschaftlich und gerecht

Olympia im Norden: Die Bedingungen der Gewerkschaften

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Zur Entscheidung des DOSB, Hamburg als deutschen Bewerber für die Olympischen Spiele 2024 auszuwählen, erklären Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord), und Katja Karger, Vorsitzende des DGB Hamburg:

„Olympia steht bisher für Völkerverständigung, friedlichen Wettstreit und persönliche Höchstleistungen. Wir wollen, dass es künftig beim Ausbau der Infrastruktur auch zu einem Begriff für Gute Arbeit und Nachhaltigkeit wird. Wenn Hamburg den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2024 erhalten sollte, dürfen darunter weder die Beschäftigten noch die soziale Infrastruktur und öffentlichen Dienstleistungen in der Hansestadt leiden. Alle Erfahrung sagt uns: Man muss von Anfang an sehr genau darauf achten, dass Bauarbeiter, Dienstleister und andere Arbeitnehmergruppen überall auf der Welt nicht zu den Verlierern sportlicher Großprojekte werden. Auch die Finanzierung muss so gestaltet sein, dass die Gigantonomie der Konzerne und Sportfunktionäre nicht riesige Löcher in den Haushalt reißt.

Hamburg und der Norden können ein Zeichen dafür setzen, dass auch sportliche Großereignisse fair, partnerschaftlich und gerecht zu organisieren sind. Die Einhaltung gesetzlicher und tariflicher Bestimmungen sowie internationaler Mindeststandards für eine menschenwürdige Beschäftigung müssen als Grundlage der Hamburger Bewerbung herausgestellt werden.

Konkret müssten Tarifverträge konsequent eingehalten, der dann gültige Mindestlohn ausnahmslos bezahlt werden und Equal Pay für alle Beschäftigten gelten. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung von Kernarbeitsnormen, wie sie zum Beispiel die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) oder die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entwickelt hat.

Hamburg und die norddeutschen Bundesländer würden mit einer „Olympiade der guten Arbeit“ dem guten Beispiel Schwedens und Norwegens folgen. In diesen Ländern hatten zuletzt die Gewerkschaften zusammen mit den jeweiligen olympischen Komitees Vereinbarungen mit ähnlichem Tenor unterschrieben.“


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