Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 04.03.2010

Internationaler Frauentag: Signalwirkung für gute Arbeit

Arbeitslosigkeit und geringfügig entlohnte Beschäftigung rauben mehr als hunderttausend Hamburger Frauen die Chance einer eigenständigen sozialen Existenz, kritisiert der DGB anlässlich des Internationalen Frauentages 2010. Die Finanz- und Wirtschaftkrise habe die Lage der Frauen verschlechtert, vom 8. März müsse eine Signalwirkung ausgehen, dass Arbeitsrechte Menschenrechte sind, betont Petra Heese, frauenpolitische Sprecherin des DGB. „Ohne gute Arbeit ist ein gutes Leben unmöglich.“ Mehr als 60 000 Frauen und knapp 40 000 Männer haben in Hamburg nur eine geringfügig entlohnte Beschäftigung. Die Spaltung in normale und geringfügige Arbeitsverhältnisse erleichtere die Benachteiligung der Frauen, weil überwiegend Frauen in die Niedriglohn- und Minijobfalle gedrängt werden, betont Heese. „Die Gewerkschaften machen sich für die Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse und für die Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro stark, damit diese Form der Diskriminierung endlich aufhört.“ Existenzsichernde gesetzliche Mindestlöhne seien ein notwendiger Teil dieses Gleichstellungspakets. Im Arbeitsalltag seien vor allem die Betriebs- und Personalräte Garanten für bessere Arbeitsbedingungen. „Ob im Krankenhaus, im Einzelhandel, in der Lebensmittelproduktion oder im Öffentlichen Dienst: Die Betriebs- und Personalräte sind es, die darauf achten, dass Arbeitszeiten sozial- und gesundheitsverträglich gestaltet, korrekt abgerechnet und bezahlt werden. Sie verhindern willkürliche Ausgliederungen in Leiharbeit und Niedriglöhne. Sie sorgen für betriebliche Angebote zur Kinderbetreuung und Chancengleichheit. Immer mehr Frauen nehmen ihre Belange selbst in die Hand und kandidieren für die Aufgabe als Betriebs-, Personalrätin und Mitarbeitervertreterin.“ Die gerade anlaufenden Betriebsratswahlen seien eine gute Gelegenheit, die Rechte von Frauen zu stärken und die Gleichstellung voranzutreiben, sagt Heese. Unter dem Titel „Frauen im Arbeitsleben, Menschenrechte im Betrieb“ findet am Montag 8. März 18.30h im Gewerkschaftshaus, verdi-Center, Besenbinderhof 56, eine Veranstaltung mit der früheren Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin statt.
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