Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 9/16 - 16.03.2016
Verbesserungen müssen her!

Straßenaktion zu Werkverträgen und Leiharbeit: Missbrauch stoppen – Gesetz auf den Weg bringen!

CDU und CSU blockieren Regelung im Bund

Katja Karger beim "Werkverträge-Memory"

Katja Karger beim "Werkverträge-Memory" DGB HH

Mit einer Aktion auf dem Ida-Ehre-Platz in der Innenstadt hat der DGB Hamburg heute auf den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen aufmerksam gemacht. Außerdem mahnte er die noch ausstehende gesetzliche Regelung zur Eindämmung dieser Arbeitsverhältnisse an.

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger: „Miese Bezahlung und schlechte Arbeitsbedingungen sind Alltag für viele Leiharbeiter und Werkverträgler. Der Missbrauch solcher Arbeitsverhältnisse zieht sich auch in Hamburg quer durch die gesamte Wirtschaft: Ob in Supermärkten, Krankenhäusern, in Schlachthöfen oder auf Werften, dem Bau, der Logistik – überall versuchen Arbeitgeber Löhne zu drücken, Mitbestimmung zu umgehen und durch Outsourcing Kosten zu minimieren. Dass sich CDU und CSU im Bund derzeit weigern, ein vorliegendes Gesetz zur Neuregelung von Werkverträgen und Leiharbeit auf den Weg zu bringen, ist ein Schlag ins Gesicht aller, die unter solchen Arbeitsverhältnissen leiden.“

Karger begrüßte, dass Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard vergangene Woche die Bundesregierung aufgefordert hat, das vorliegende Gesetz von Arbeitsministerin Andrea Nahles möglichst rasch auf den Weg zu bringen. Karger: „Auch wenn im vorliegenden Gesetzesentwurf viele Dinge absolut ungenügend geregelt sind, ist damit ein Anfang zur Verbesserung der Lage vieler Beschäftigter gemacht. CDU und CSU müssen ihre arbeitnehmerfeindliche Blockadepolitik gegen das Gesetz aufgeben. Dafür werden wir weiter Druck machen.“

Bei der Aktion heute hatte der DGB Hamburg unter dem Motto „Finde den Fehler“ zum Memory-Spiel aufgefordert. Das Spiel mit acht riesigen Kartenpaaren zeigt jeweils dieselbe Person, die jedoch zu unterschiedlichen Bedingungen arbeitet. Deutlich werden soll auf diesem Weg, welche Ungleichbehandlung der Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit mit sich bringt.


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