Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 16.01.2001

Weit über 40 Millionen Überstunden in Hamburg

Nach Ansicht des Hamburger DGB-Vorsitzenden Erhard Pumm ist der erneute Überstundenrekord des Jahres 2000 von weit über 40 Millionen Überstunden vor dem Hintergrund der nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit unverantwortlich. Entgegen mehrfacher Zusagen der Arbeitgeber im Bündnis für Arbeit auf Bundesebene und einer großen Anzahl von Initiativen auch auf Hamburger Ebene wurden insgesamt keine personalpolitischen Maßnahmen in der Hamburger Wirtschaft ergriffen, um von dem hohen Niveau der Überstunden herunterzukommen. Neben den registrierten und bezahlten Überstunden seien noch unbezahlte Überstunden hinzuzurechnen. "Der Überstundenberg dürfte deshalb faktisch doppelt so groß sein wie offiziell durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung belegt," so Erhard Pumm. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Instrumenten muss die hohe Arbeitslosigkeit weiter bekämpft werden. Ein Instrument ist der Abbau der Überstunden. Überstunden in dieser Dimension sind unverantwortlich, weil sie die Beschäftigungschancen erheblich reduzieren (der Abbau eines Drittels der Hamburger Überstunden würde 8.000 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten). Hinzu kommt, dass die gesundheitlichen Belastungen durch das enorme Arbeitstempo kombiniert mit zusätzlichen bezahlten und unbezahlten Überstunden auch gesundheitspolitisch äußerst brisant sind. Sollte sich die Überstundenpraxis der Unternehmen nicht bald grundlegend ändern, so Erhard Pumm, müßte der viel zu hohe Spielraum im Arbeitszeitgesetz durch den Gesetzgeber eingeschränkt werden.
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