Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 22.04.2009

Das Märchen von der Männersache

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft dazu auf, den bundesweiten Girls’ Day am Donnerstag (23. 04.09) dafür zu nutzen, die Barrieren wieder ein Stück abzubauen, die Frauen den Einstieg in sogenannte Männerberufe schwer machen. „Der Girls’ Day bietet eine doppelte Chance“, betont Petra Heese, frauenpolitische Sprecherin des DGB Hamburg. „Einerseits öffnen sich für junge Frauen neue Zugänge zur Arbeitswelt, andererseits können die Betriebe bislang ungenutzte Arbeitskräfte-Potentiale entdecken.“
Die Berufsberatung und –orientierung der Mädchen besonders an allgemeinbildenden Schulen müsse über den Girls’ Day hinaus intensiviert werden, fordert Heese. Sinnvoll sei, ein eigenständiges Unterrichtsfach „Berufs- und Lebensplanung“ ab der fünften Klasse einzuführen. Hier könne der schwarz-grüne Senat ein Zeichen setzen. „Davon würden nicht nur Schülerinnen, sondern auch Schüler profitieren“, betont Heese. „Wenn GAL und CDU jetzt plötzlich die männliche Jugend entdecken, dann bitte nicht so, dass die Probleme der einen gegen die Benachteiligungen der anderen ausgespielt werden. Noch immer haben Frauen im Erwerbsleben nicht die gleichen Chancen.“
Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass Unternehmen, die am Girls’ Day teilnehmen, später öfter junge Frauen beschäftigen, die auf diesem Weg in den Betrieb hineinschnuppern konnten. „Dass der technisch-naturwissenschaftliche Bereich ‚Männersache’ ist, ist ein Märchen, an das zu viele Menschen glauben.“ Die Gegenbeispiele seien so überzeugend, dass sie zur Selbstverständlichkeit werden müssten – wie für eine 21jährige Elektrikerin, die beim Gabelstaplerhersteller STILL arbeitet: „Auf die Frage, warum ich diesen Beruf gewählt habe, antworte ich gerne: warum nicht? Frauen können einen sogenannten Männerberuf mindestens genau so gut leisten. Mit den modernen technischen Hilfsmitteln spielt die körperliche Kraft heutzutage keine Rolle mehr. Bei jeder Gelegenheit bestärke ich junge Mädchen, sich für handwerkliche und technische Berufe zu interessieren.“

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