Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 26.10.2010

Zur Bilanz des Hamburger Ausbildungsmarktes 20092010

Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund:

"Die Handels- und die Handwerkskammer jubeln über einen möglichen Rekord bei der Zahl der Ausbildungsverträge in Hamburg. Dabei verschweigen sie aber, wie viele Jugendliche in schulischen Übergangssystemen, den sogenannten Warteschleifen, Praktika und Maßnahmen fest hängen, ohne eine vernünftige Perspektive auf einen Ausbildungsplatz zu bekommen."
8.453 Hamburger Jugendliche starteten allein im Herbst 2009 in solchen Maßnahmen und Warteschleifen. Insgesamt 13.262 Jugendliche belegten im Schuljahr 2009/2010 diese Angebote.

Uwe Grund: "Wenn sich die Arbeitgeber und die Bundesregierung die Realität schön rechnen, hilft das keinem jungen Menschen. Unter solchen Voraussetzungen können sich Gewerkschaften auch nicht am Ausbildungspakt beteiligen."

Der Sprecher der DGB-Jugend Hamburg, Olaf Schwede ergänzt: "Gerade in Hamburg mit seiner traditionell hohen Zuwanderung von Auszubildenden aus anderen Bundesländern fallen viele Hamburger Jugendliche durch das Raster.
Jedem Jugendlichen muss aber eine Chance auf eine vollwertige Ausbildung gegeben werden, auch wenn sie oder er vielleicht nicht gleich die Traumkriterien des einzelnen Arbeitgebers erfüllt."

Der DGB fordert von den Arbeitgebern zudem den Jugendarbeitsschutz nicht, wie im Ausbildungspakt beabsichtigt, zu verschlechtern und keine zwei-jährige Schmalspur-Ausbildungen anzubieten, sondern vernünftige, mindestens drei-jährige, Fach-Ausbildungen.

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