Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 01.11.2003

Internationaler Tag NEIN zu Gewalt an Frauen am 25. November 2003

DGB Hamburg unterstützt „Terre des Femmes-Fahnenaktion“
Zum dritten Mal startet „Terre des femmes“ die Fahnenaktion „frei leben – ohne Gewalt“. Damit sollen bundesweit Zeichen gesetzt und die Bevölkerung auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht werden. Der DGB Hamburg wird diese Aktion unterstützen und am internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November vor dem Gewerkschaftshaus die Fahne hissen.
Das Motto in diesem Jahr lautet „Mode, Macht und Frauenrechte“. Es geht hier um die ganz andere Bedeutung des Schlagwortes „Diktat der Mode“: das Diktat, dem all diejenigen ausgesetzt sind, die unsere Kleidung herstellen müssen, da sie kaum eine Alternative haben, ihre Familie anders zu ernähren.
Über 90 Prozent der Beschäftigten in der weltweiten Bekleidungsindustrie sind Frauen. Die Arbeitsbedingungen – gerade in Asien - sind menschenunwürdig und extrem gefährlich. Die Näherinnen arbeiten in völliger Abhängigkeit von ihrem Arbeitgeber. Und das für einen Lohn, der oft weit unter dem gesetzlichen Mindestlohn liegt. Dazu kommen willkürliche Drangsalierungen durch sexuelle Belästigung, unbezahlte Überstunden, permanente Überwachung, Entlassung bei Schwangerschaft., Redeverbot, unsichere Arbeitsplätze und das Verbot, sich gewerkschaftlich zu organisieren.
In Europa haben sich entwicklungspolitische Organisationen, Verbraucherinitiativen und einzelne KonsumentInnen zusammen getan und die Kampagne für „saubere Kleidung“ gegründet.
Die Forderungen an die Textilindustrie, denen sich der DGB Hamburg anschließt, lauten:
- Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit
- keine Diskriminierung
- Vereinigungsfreiheit (also die Möglichkeit, Gewerkschaften zu gründen)
- Recht auf Tarifverhandlungen
- existenzsicherer Lohn
- geregelte Arbeitszeiten
- Einhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz
- Recht auf stabile Arbeitsverhältnisse
- Überprüfung dieses Kodexes durch ein externes Kontrollsystem
„Wenn Kleidung bei uns in Deutschland sehr günstig angeboten wird, könnte das ein Zeichen für Dumpinglöhne im Herstellerland sein“, sagt Erhard Pumm, Vorsitzender des DGB Hamburg. „Wir alle sollten beim nächsten Einkauf fragen, woher die Kleidung stammt und möglichst – sofern wir es beurteilen können –Produkte wählen, die unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurden.“ Einige Geschäfte kontrollieren ihre Ware bereits daraufhin. Auch die Verbraucherzentralen informieren über Gütesiegel und „fair trade“.

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