Deutscher Gewerkschaftsbund

24.01.2012

„Die größte Altersdiskriminierung ist die Einführung der Rente mit 67“

Zum Thema Altersdiskriminierung erklärt Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund: „Dass Altersdiskriminierung ein Gesetzesverstoß ist, ist im Bewusstsein vieler Menschen noch nicht angekommen. So steht es aber im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz geschrieben. Da ist wohl noch ein Lernprozess fällig.“

Um die Bürgerrechte älterer Menschen zu stärken, hat der DGB Hamburg ein Seniorenmitwirkungsgesetz initiiert. Es wird in diesen Wochen in Bürgerschaft und Senat beraten. Darin sollen Regelungen getroffen werden, die älteren Menschen zum Beispiel auch ein Initiativrecht gegenüber der Bürgerschaft einräumt und ihre Mitwirkungsmöglichkeiten in der Politik verbessert. Vergleichbare Gesetze gibt es bereits in Berlin und Mecklenburg- Vorpommern. Uwe Grund: „Die Stadt Hamburg hat allen Grund sich anzustrengen, schließlich findet hier vom 3. bis zum 5. Mai der zehnte bundesweite Seniorentag mit vielen tausend Teilnehmern statt.“

Die größte Altersdiskriminierung sieht Uwe Grund in der Einführung der Rente mit 67: „Einige sprechen ja sogar schon davon, das Rentenalter noch weiter anzuheben. Gleichzeitig werden viel zu wenig Jobs für Ältere angeboten und die Zahl der langzeitarbeitslosen Älteren steigt. Das zeigt: Die Rente mit 67 muss wieder weg und es braucht wirksame politische Konzepte, um die Situation älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.“



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