Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 012 - 16.06.2011

Gleichstellungsbericht: Hamburg soll in Vorleistung treten

Heute und morgen diskutiert die 21. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen, -minister, -senatorinnen und -senatoren der Bundesländer das Sachverständigengutachten zum Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung.

Dazu erklärt Petra Heese, frauenpolitische Sprecherin des DGB Hamburg: „Senatorin Jana Schiedek sollte den Bericht der Sachverständigen aufmerksam lesen und in Hamburg gleich in Vorleistung treten. Dazu gehört, speziell in Behörden und öffentlichen Unternehmen der Stadt endlich die Frauenquote durchzusetzen.

Aber auch im Bundesrat kann sie aktiv werden und eine Initiative dafür starten, die Minijobs zu Gunsten von sozialversicherungspflichtigen Jobs abzuschaffen und sich für den Mindestlohn einzusetzen.“

In Hamburg gehen 100.000 Frauen einer geringfügigen Beschäftigung nach

Für „zynisch“ hält es Heese, dass die Agentur für Arbeit im Zuge des angeblich drohenden Fachkräftemangels Frauen jetzt als „kostbares Potenzial“ entdeckt hat, dass es „zu stärken“ gelte.

Ihn einem Perspektivpapier für 2025 hatte die Agentur für Arbeit empfohlen, „die Erwerbspartizipation und das Arbeitszeitvolumen von Frauen“ zu steigern. „Dass erst in diesem Zusammenhang auffällt, wie viele Frauen in Niedriglohn- und Minijobs festhängen, ist bitter.“

In Hamburg gehen 100.000 Frauen einer geringfügigen Beschäftigung nach, 20.000 davon z.B. in Minijobs im Handel. Jede 5. Frau ist Aufstockerin nach Hartz IV.

„Es ist dringend geboten, dass Hamburg in Sachen Gleichstellungspolitik ernst macht“, so Petra Heese.


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