Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 01.11.2010

Viele Hamburger Jugendliche müssen über ein Jahr auf einen Ausbildungsplatz warten!


"Jugendliche aus Hamburg müssen schneller zu ihrem Ausbildungsplatz kommen!", das fordert Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund.

Im bundesweiten Länder-Vergleich nimmt Hamburg im Berichtsjahr 2008/09 mit 64,4 Prozent hinter Berlin einen traurigen zweiten Platz beim Anteil der "Altbewerber" an den Ausbildungsbewerbern ein.

Das geht aus einer schriftlichen Anfrage des Bundestagsabgeordneten Klaus Ernst (DIE LINKE) aus dem Oktober hervor.

Als "Altbewerber" gelten Jugendliche, die mindestens ein Jahr nach ihrem Schulabschluss noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind.


"Das zeigt, dass es Hamburger Jugendliche beim Berufseinstieg besonders schwer haben und der Übergang von der Schule in die Ausbildung häufig nicht gelingt", so der Sprecher der DGB-Jugend Hamburg, Olaf Schwede.

In Zahlen bedeutet das: Bezogen auf das Schuljahr 2009/2010 standen 13.580 Ausbildungsanfänger mit Ausbildungsvertrag (davon über 40 Prozent nicht aus Hamburg) insgesamt 8.453 jugendliche Schulanfänger in den Angeboten des Übergangssystems (Berufsvorbereitungsschule, Berufsfachschulen) gegenüber.

Im September bewarben sich laut Agentur für Arbeit 6.498 Jugendliche auf einen Ausbildungsplatz. Davon waren aber nur 2.311 aktuelle Schulabgänger, der Rest (63,9%) "Altbewerber", die bereits im Vorjahr oder seit noch längerer Zeit auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind.


"Bei diesen Zahlen sieht man, wie angespannt die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Hamburg noch immer ist", so Schwede.

Der Grund dafür ist der starke "Verdrängungswettbewerb" durch Bewerber aus anderen Bundesländern, aber auch die strengen Kriterien, nach denen die Agentur für Arbeit und die Arbeitgeber Jugendliche nach dem Ausbildungspakt als "ausbildungswillig und ausbildungsfähig" einstuft.


Der DGB Hamburg fordert deswegen eine bessere Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen und die Fortführung und Intensivierung von staatlich finanzierten Ausbildungsprogrammen für benachteiligte Jugendliche in den Übergangsangeboten.

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