Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 03.06.2010

Staatsbürgerkunde unter freiem Himmel

Als ein Stück junger, lebendiger Demokratie bewertete Versammlungsleiter Olaf Schwede (DGB), die Demonstration und die Kundgebung für ein „Ja zu besseren Schulen“. Die Atmosphäre während und die Beteiligung an der Aktion seien ein Zeichen für das erfreuliche Engagement vieler Schülerinnen und Schüler. „Der Schriftzug „Es geht um uns“ auf den T-Shirts der Demonstranten macht deutlich: Hamburgs Jugend möchte Politik mit gestalten.“ Mehr als 5 000 Jugendliche seien bei der Veranstaltung aktiv für die Schulreform eingetreten. Zu der Demonstration am Donnerstag in der Hamburger Innenstadt hatte ein Bündnis aus schülerInnenkammer, DGB-Jugend, Jusos, Grüner Jugend und der Linksjugend aufgerufen. Der Demonstration ist Teil einer breiten Jugend-Kampagne für die Schulreform. Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund kritisierte die Reformgegner in Politik und Medien, die diese Jugend-Veranstaltung als ‚Schulschwänzer-Demo’ herabzuwürdigen versuchen. ; Hier drücke sich niedriges Niveau von Leuten mit schlechten politischen Karten aus. „Diese Veranstaltung war bester staatsbürgerlicher Unterricht unter freiem Himmel, gut für die Jugendlichen, gut für die Schulen, gut für unsere Stadt.“ Die Abschlusskundgebung der Demonstration auf dem Jungfernstieg wurde von Frederic Rupprecht, dem Vorsitzenden der schülerInnenkammer hamburg, eröffnet: „Insbesondere aus Sicht der Schülerinnen und Schüler muss sich an den Hamburger Schulen etwas verbessern. Die Qualität des Unterrichtes steht für uns im Mittelpunkt. Gerade hier setzt die Reform mit wichtigen Innovationen an: Individuell auf den Schüler abgestimmter Unterricht, transparentere Leistungsrückmeldungen, praxisnäheres und selbständigeres Lernen. Bei dieser Reform geht es um uns Schüler und unsere Chancen und Perspektiven.“ Nicholas Gildemeister, Landesvorsitzender der Jusos Hamburg, betonte, dass die Jusos hinter dem Schulkompromiss der Bürgerschaft stehen. „Insbesondere durch die Verhandlungen zwischen den Regierungsparteien und der Sozialdemokratie konnten wichtige Verbesserungen erreicht werden. Parteipolitische Machtspiele müssen nun zurückstehen. Das gemeinsame Ziel des längeren gemeinsamen Lernens genießt absolute Priorität.“ Gesine Agena, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND, sagte auf der Kundgebung: "Wir wollen, dass Kinder endlich länger gemeinsam lernen können. Studien belegen, dass dies für alle Kinder nur von Vorteil ist. Die Schulreform ist ein erster wichtiger Schritt. Dafür gehen heute Tausende Jugendliche auf die Straße.“ Julian Georg von der Linksjugend formulierte weitergehende Forderungen: „Die Linke und die Linksjugend stehen weiterhin für eine Schule für alle. Die nun anstehenden Reformen sind aber ein Schritt in die richtige Richtung hin zu besseren Schulen und einem gerechteren Schulsystem. Deshalb werben wir für ein Ja zur Vorlage der Bürgerschaft im Volksentscheid.“ Gregor Best von der DGB-Jugend Hamburg hob in seinem Redebeitrag die Bedeutung der Reformen an den beruflichen Schulen für die Auszubildenden hervor: „Die Abschaffung des Büchergeldes, die erhöhte Durchlässigkeit von der Ausbildung in ein Studium und die verbesserten Mitbestimmungsmöglichkeiten sind für uns gute Gründe für die Reform einzutreten. Von der gemeinsamen Politik der Bürgerschaftsfraktionen profitieren alle Hamburger Auszubildenden.“
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