Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 20.03.2010

Entgeltgleicheit: Worten müssen Taten folgen

„Für die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es einen herausragenden Grund: Das Interesse der Arbeitgeber auf Kosten der Frauen mehr Gewinn zu machen“, kritisiert der DGB Hamburg anlässlich des dritten „Equal Pay Day“ am 26. März. Deshalb stimme es hoffnungsvoll, dass dem nationalen Aktionsbündnis, das sich für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen einsetzt, auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) angehören. „Die Benachteiligung der Frauen im Erwerbsleben zu beenden, ist auch in Hamburg längst keine Minderheiten-Forderung mehr, betont Petra Heese, frauenpolitische Sprecherin des DGB.
Der Grundsatz „gleiches Entgelt für gleiche Arbeit“ sei nicht nur Teil unserer Rechtsordnung, sondern auch – grundsätzlich – gesellschaftlicher Konsens, betont Heese. Trotzdem klaffe die Bezahlung für Männer und Frauen immer noch weit auseinander, im Durchschnitt um 23 Prozent. Ausdrücklich zu begrüßen sei die Initiative der Bundesregierung, so Heese, der Wirtschaft das Lohntestverfahren Logib-D anzubieten. Damit sollen Entgeltunterschiede und deren Ursachen innerhalb der Unternehmen festgestellt werden. „Solange es bei einem freiwilligen Selbsttest bleibt, werden sich aber gerade die schwarzen Schafe davor drücken“, meint der DGB.
Differenziert nach Branchen bestehen laut Statistischem Bundesamt mit 34 Prozent die größten Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen bei den sogenannten freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Große Lohnabstände mit 31 Prozent gibt es auch in den Bereichen Kunst, Unterhaltung und Erholung. Der DGB weist ergänzend darauf hin, dass Führungskräfte in sogenannten Männerberufen deutlich besser bezahlt werden als in typischen Frauenberufen. Innerhalb der Frauenberufe wiederum bekommen weibliche Führungskräfte weniger Gehalt als männliche. Vor diesem Hintergrund erneuert der DGB seine Forderungen nach einem Gleichstellungsgesetz für die private Wirtschaft, um die Lohnungleichheit dauerhaft zu beseitigen, und nach einer gesetzlich geregelten Quotierung der Aufsichtsratsgremien.

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