Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 11.04.2011

Mehr Qualifizierung statt 1-Euro-Jobs

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Zu den Kürzungen bei den Arbeitsgelegenheiten in Hamburg erklärt Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund, der auch in der Selbstverwaltung bei der Agentur für Arbeit und bei Teamarbeit Hamburg aktiv ist:
"Aus unserer Sicht ist das größte Problem nicht, dass die 1-Euro-Jobs wegfallen, sondern dass dies alternativlos geschehen soll. Schwerpunkt einer guten Arbeitsmarktpolitik in Hamburg muss der Bereich der Qualifizierung sein. Auch gerade vor dem Hintergrund des befürchteten Fachkräftemangels. Allen Jugendlichen muss der Übergang aus der Schule in den Beruf ermöglicht und jungen Menschen mit Migrationshintergrund die Teilnahme am Arbeitsmarkt erleichtert werden."
Die von der CDU geführten Senate haben in den vergangenen Jahren Mittel, die ursprünglich für eigene arbeitsmarktpolitische Initiativen der Stadt zur Verfügung standen, zur direkten Wirtschaftsförderung zweckentfremdet. Uwe Grund: "Für uns ist die Gretchenfrage, ob es dem jetzigen Senat gelingt, wenigstens mittelfristig einen Teil der Mittel wieder für aktive Arbeitsmarktpolitik zu nutzen."
Dass die sogenannten Arbeitsgelegenheiten nicht nur in Hamburg, sondern bundesweit aufgrund der Sparmaßnahmen der Bundesregierung von 2011 bis 2013 nahezu halbiert werden, sei längst bekannt. Nach Erkenntnissen des DGB liegen in Hamburg auch keine neuen Pläne zur weiteren Reduzierung vor. 1-Euro-Jobs habe der DGB nie als geeignetes Arbeitsmarkinstrument betrachtet. Dass nur 10-15% der Betroffenen aus 1-Euro-Jobs der Zugang in den ersten Arbeitsmarkt gelang, sei inzwischen wissenschaftlich untersucht und belegt, so Uwe Grund weiter.
"Wir werden aber sehr darauf achten, das alle vom Bund zur Verfügung stehenden Mittel in Hamburg auch tatsächlich ausgeschöpft und investiert werden. Grundsätzlich erwarten wir jedoch eine Politik der Umsteuerung weg von den 1-Euro-Jobs hin zu mehr Qualifizierung und zu sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen auf dem zweiten Arbeitsmarkt."


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