Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 084 - 17.07.2012

Vorstandsgehälter deckeln, Aktionäre nicht bestimmen lassen

Zu den Äußerungen von Bundestagspräsident Norbert Lammert über die Gehälter einiger deutscher Topmanager erklärt Hamburgs DGB Vorsitzender Uwe Grund: „Nun ist also auch Herrn Lammert ein Licht aufgegangen, wenn er merkt, dass hier etwas grundlegend falsch läuft.“

Der DGB kritisiere schon lange, dass manche Unternehmensvorstände hier „komplett die Bodenhaftung verloren haben“, so Uwe Grund weiter. In Hamburg habe das Beispiel HSH Nordbank gezeigt, wie sich Manager auch bei Boni, Abfindungen und Pensionszahlungen horrende Einkünfte gesichert hätten. Gleichzeitig wäre es angeblich nicht leicht gewesen neue Vorstandsmitglieder zu finden, weil die Gehälter auf 500.000 Euro beschränkt sind. „Auch das ist ein Beleg dafür, dass hier Maßstäbe verloren gegangen sind, wenn diese Zahlungen um ein Vielfaches höher liegen, als zum Beispiel die Einkünfte des Bürgermeisters und trotzdem niemand bereit ist, den Job zu machen.“

Uwe Grund: „Wir fordern gesetzliche Regelungen, dass Leistungen die an Manager ausgeschüttet werden noch transparenter gemacht und die erfolgs- und ergebnisorientierten Bestandsteile der Gehaltszahlungen gedeckelt werden.

Für den falschen Weg hält es Uwe Grund, die Aktionäre über die Managergehälter bestimmen zu lassen: „Dann geht es nur noch um die Höhe der Dividenden für die Eigentümer – das wäre eine klare Fehlsteuerung.“ Der Einsatz der Manager solle sich nicht nur für die Aktionäre lohnen, sondern Unternehmen müssten sich auch für Kunden und Mitarbeiter nachhaltig positiv entwickeln.


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13.09.2011

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