Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 29.04.2009

Pumm: Sechsjährige Primarschule ein richtiger Schritt

Nachdrücklich unterstützt hat Hamburgs DGB-Vorsitzender Erhard Pumm die Schulpolitik der Zweiten Bürgermeisterin Christa Goetsch. Auf dem traditionellen Mai-Empfang des Senats erklärte er am Dienstag Abend im Festsaal des Rathauses: „Sie haben viel Mut bewiesen und als Präses der Behörde für Schule und Berufsbildung der Hamburger Schulpolitik eine neue Richtung gegeben. Wir wünschen Ihnen auch weiterhin die nötige Tat- und Durchsetzungskraft, den eingeschlagenen Weg des längeren gemeinsamen Lernens konsequent weiterzugehen. Die Hamburger Gewerkschaften werden Sie dabei unterstützen. Es stehe fest, dass das dreigliedrige Schulsystem nicht im Interesse der großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger sei. Die frühe Selektion nach der 4. Klasse habe nicht die Bildung befördert, die eine moderne Gesellschaft brauche, sondern das Gegenteil bewirkt: „Die meisten europäischen Staaten haben uns bildungspolitisch abgehängt“, kritisierte Pumm. Längst habe sich erwiesen, dass diejenigen Schulsysteme am erfolgreichsten arbeiten, in denen stärkere und schwächere Schüler möglichst lange gemeinsam unterrichtet würden. Längeres gemeinsames Lernen schwäche eben nicht die Starken, sondern stärke die Starken und die Schwachen. „Daher begrüßen die Gewerkschaften die geplante Primarschule mit ihren sechs Jahren des gemeinsamen Lernens als wichtigen Schritt in die richtige Richtung.“ Längerfristig müsse die Reform weitergehen: „Wir brauchen auch die eine weiterführende Schule, die alle Kinder gemeinsam unterrichtet, keinen ausgrenzt und alle bestmöglich ausbildet.“
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