Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 22.06.2010

DGB: Frauenquote ist überfällig!

Die Wirtschaft nutzt zu selten weibliche Kompetenz und verspielt damit Chancen Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund unterstützt die Initiativen aus der Politik, endlich auch für Führungspositionen in der privaten Wirtschaft eine Frauenquote einzuführen. „Längst ist erwiesen, dass die Gegenposition wie `nur die Qualität darf zählen`, schlichter Humbug ist. In der Schule und an der Universität schneiden Frauen schon jetzt besser ab als ihre männlichen Kollegen. Hinzu kommt: noch immer wird in Deutschland die Fachqualifikation bei der Besetzung von Führungspositionen überbewertet. Die fachlich besten Juristen, Ingenieure, Mathematiker oder Betriebswirte sind deshalb noch lange nicht gleichzeitig erste Wahl für die Übertragung von Personalverantwortung oder für die Besetzung von Vorständen. In den Bereichen der Sozial- und Führungskompetenz liegen Frauen jedenfalls deutlich vorne.“ Alle Bemühungen der vergangenen Jahre, den Anteil der Frauen in Führungspositionen in der privaten Wirtschaft auszubauen, hätten bislang nur bescheidenen Erfolg. „Und das“, so Uwe Grund, „liegt in der Regel ganz bestimmt nicht daran, dass es an geeigneten Frauen mangelt. Dort wo es dennoch an der Nachwuchsförderung für tüchtige Frauen fehlt, ist auch das ein Ergebnis von Fehlern in der Personalentwicklung, die bislang ganz überwiegend Männer zu verantworten haben. Meine These ist jedenfalls, dass uns manche folgenschwere Unternehmenskrise erspart geblieben wäre, hätten wir mehr Frauen in den Vorständen der Konzerne in der Verantwortung: Frauen entscheiden in der Regel nachhaltiger, sie orientieren sich stärker am langfristigen Wohlergehen der Unternehmen, als an einer kurzfristigen, womöglich spekulativen Rendite“. Die deutschen Gewerkschaften setzen bei der Nominierung von Aufsichtsratsmandaten schon länger auf die Quotenregelung. Im Ergebnis seien in den Aufsichtsräten der großen deutschen Unternehmen dann die Frauen eher auf den Arbeitnehmerbänken zu finden. Uwe Grund: „Die Einführung einer gesetzlichen Quote zwingt die Verantwortlichen zum Umdenken und erfordert konsequenteres Handeln bei der Förderung weiblicher Talente und Nachwuchskräfte. Das mag zunächst unbequem sein, ist aber unverzichtbar notwendig.“
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