Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 29.10.2009

Großer Bahnhof für Erhard Pumm

Er hat das Bild der Gewerkschaften in Hamburg wie kein anderer zwei Jahrzehnte lang geprägt und wurde jetzt mit einem ‚großen Bahnhof’ im Gewerkschaftshaus verabschiedet: Erhard Pumm, von 1988 bis 2009 DGB-Vorsitzender in Hamburg und 16 Jahre lang sozialdemokratischer Bürgerschaftsabgeordneter. Zugleich mit der Abschiedsfeier für Pumm hießen die Hamburger Gewerkschaften seinen Nachfolger Uwe Grund willkommen. Unter den 250 Gästen waren die Zweite Bürgermeisterin Christa Goetsch sowie die drei Hamburger Ex-Bürgermeister Hans-Ulrich Klose, Ortwin Runde und Henning Voscherau. Zu den Repräsentanten der Arbeitgeberseite, der Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Wissenschaft und Parteien gehörten auch der Hauptgeschäftsführer der Handelskammer,Hans-Jörg Schmidt-Trenz, und der Europaabgeordnete Knut Fleckenstein. Als geradliniger, aufrechter und vertrauenswürdiger Mitstreiter für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für mehr soziale Gerechtigkeit und für die Integration der Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund wurde Erhard Pumm von den Festrednern gewürdigt. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), deren Mitglied Erhard Pumm ist, der Bezirksvorsitzende des DGB Nord, Peter Deutschland, und Wolfgang Rose, Landesbezirksleiter ver.di Hamburg, erinnerten an Höhepunkte der gewerkschaftlichen und politischen Arbeit Pumms. Sie hoben an dem „geachteten, glaubwürdigen, liebenswürdigen Kollegen“ die Leidenschaftlichkeit hervor, mit der er sich gerade auch dafür eingesetzt habe, der Jugend in der Stadt eine Perspektive zu geben und der Chancengleichheit in der Bildung den Weg zu ebnen. Klarheit, Verbindlichkeit und Toleranz seien Markenzeichen der politischen und menschlichen Kultur Erhard Pumms. Der neue DGB-Vorsitzende Uwe Grund, der Pumm als Kollegen, Freund und Vorbild bezeichnete, hob drei politische Ziele hervor, die seine Arbeit in besonderer Weise charakterisieren sollen. Erstens den schlimmen Zustand zu beseitigen, dass ein Viertel der Hamburger Kinder in Armut leben muss: „Dass Armut am Beginn des 21. Jahrhunderts in einer der reichsten Städte der Welt erblich ist, halte ich für politisch unerträglich.“ Zweitens will sich Grund stark für Gleichstellungspolitik engagieren und dabei vor allem die Entgleichheit voranbringen. Drittens solle dem Rechtsextremismus „kein Millimeter Boden in unserer Stadt“ gelassen werden.
Statt persönlicher Geschenke baten Pumm und Grund um eine Geldspende für das „CaFee mit Herz“ in der Seewartenstraße, „den sozialen Hafen für Arbeits- und Obdachlose“.

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