Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 105 - 04.10.2012

Vollzeitbeschäftigung schützt in Hamburg nicht vor Altersarmut

Vom Job direkt in die Altersarmut: Dieser Weg ist in Hamburg vor allem für Frauen und Beschäftigte ohne Berufsausbildung vorgezeichnet. Das geht aus Zahlen hervor, die der DGB Hamburg zu den Einkommensunterschieden in der Stadt veröffentlicht hat. Danach lag der Durchschnittsverdienst bei Vollzeitbeschäftigten 2010 bei 3.095 € brutto im Monat. Einmalige Leistungen wie Überstundenzuschläge oder Weihnachtsgeld sind dabei berücksichtigt. Hamburg liegt damit zwar über dem Bundesschnitt. Es zeigen sich aber große Unterschiede:

• Männer erzielten mit 3.443 € brutto im Monat ein deutlich höheres Entgelt als Frauen, die im Mittel nur 2.691 € verdienten.
• Vollzeitbeschäftigte ohne abgeschlossene Berufsausbildung verdienten in Hamburg durchschnittlich nur 2.440 € brutto im Monat.
• Junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren (Auszubildende nicht mitgezählt) kamen auf einen Durchschnittsverdienst von 1.849 Euro.

Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund: „Wir brauchen eine Politik für faire Löhne für alle Beschäftigten und es muss endlich Schluss sein mit der Lohndiskriminierung von Frauen. Altersarmut darf nicht zum Normalfall werden. Deswegen darf der Rentenbeitrag nicht gesenkt werden und ein Nachhaltigkeitsfaktor noch tiefer sinkende Renten verhindern. Die Einführung einer Mindestrente ist überfällig. “

Durch die geplante Senkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent drohe auch in Hamburg Altersarmut zu einem echten Massenproblem zu werden. So müssten Beschäftigte mit einem Einkommen von 2.500 € im Monat 35 Jahre in die Rentenkasse einzahlen, um mehr als die staatlich garantierte Grundsicherung im Alter zu bekommen. Für viele Hamburgerinnen und Hamburger droht bei einem Monatseinkommen von 2.200 € bei Renteneintritt immer noch Sozialhilfebedürftigkeit, selbst wenn man 40 Jahre gearbeitet und Rentenbeiträge gezahlt hat.

Eine Aufschlüsselung der Einkommensunterschiede entnehmen Sie bitte der unten angefügten Tabelle.


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