Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 13/17 - 07.07.2017

Karger: Gewalt-Bilder machen fassungslos - wir brauchen eine inhaltliche Auseinandersetzung

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger zu den Vorkommnissen rund um den G20-Gipfel: „Ich bin fassungslos über die gewalttätigen Bilder von gestern und heute und verurteile die Übergriffe der vergangenen Stunden aufs Schärfste. Es tut mir leid um Jeden, der oder die bei den Auseinandersetzungen verletzt wurde und wir bedauern die Sachbeschädigungen. Wie es zur Eskalation der gestrigen Demonstration und den Übergriffen auf Journalisten gekommen ist, muss in den Tagen nach dem Gipfel sorgfältig aufgearbeitet werden.“

Der überwiegende Teil der Demonstrationen sei bisher friedlich, bunt und vielfältig verlaufen, so Karger weiter. Zum Beispiel auch heute die des „Jugendbündnis gegen G20“, an dem die DGB-Jugend beteiligt ist. „Das ist die demokratische Stadt Hamburg, wie wir sie uns wünschen“, so Karger, „ein starker, solidarischer und friedlicher Protest kann etwas bewirken. Daher fordern wir alle Seiten auf, in den kommenden Stunden dafür zu sorgen, dass es ein friedliches Mit- und Nebeneinander der Gipfelteilnehmer und Gipfelkritiker gibt. Alle Verantwortlichen müssen jetzt besonnen handeln und die Situation beruhigen, denn wir brauchen eine inhaltliche Auseinandersetzung und keine besonders skandalösen Bilder.“

Es dürfe nicht vergessen werden, dass es bei dem Gipfel um Inhalte gehe und die Bevölkerung der Welt Erwartungen an die Ergebnisse hätte, so Karger: „Um die Krisen zu bekämpfen braucht es eine faire Globalisierung und eine gerechte Umverteilung des Wohlstands durch eine andere Steuer-, Finanz- und Wirtschaftspolitik. Auf internationaler Ebene muss die Handelspolitik darauf setzen, gemeinsame hohe Arbeitnehmer-, Menschen- und Umweltrechte zu verankern. Eine andere Politik ist nötig, wie es die Gewerkschaften über den Labour20 Prozess und als Mitorganisator der ´Protestwelle` am vergangenen Wochenende auch als Forderung an den Gipfel gestellt hat.“

 


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