Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 032 - 29.09.2011

Arbeitsmarkt Hamburg: Zurückhaltung ist der falsche Weg

Arbeitsmarkt

Einmal mehr ist die Arbeitslosigkeit in Hamburg gesunken. Gegenüber dem Vormonat ist die Quote im September um 6,8% zurückgegangen. Für den DGB Hamburg ist das auf den ersten Blick eine positive Entwicklung.

Vergleicht man die Zahlen aber mit denen des Vorjahres wird deutlich: Die Langzeitarbeitslosigkeit hat sich erneut ausgeweitet (+4,1%), genau wie die Anzahl der nicht beschäftigten Menschen mit Behinderungen (+16%) und die der Älteren über 50 Jahre (+7,2%). Insgesamt ist im Bereich SGB II nur ein leichter Rückgang der Arbeitslosen um 0,9% gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Auch hier stechen die Zunahme der Langzeitarbeitslosen (+6,6%), die der Schwerbehinderten (+25,2%) und die der Älteren über 50 Jahre (+16%) negativ ins Auge.

"Eigeninitiative des Senats ist gefragt"

Die Folgen der drastischen Kürzung der aktiven Arbeitsmarktmittel im Bund sind in Hamburg also weiterhin klar erkennbar. Doch der Senat hat in seinem Ende August präsentierten Arbeitsmarktpolitischen Programm verdeutlicht: Eigene Mittel werden kaum oder gar nicht in die Hand genommen, um die Lage der Betroffenen zu verbessern. „Das kann nicht sein“, so ver.di-Arbeitsmarktexperte Roland Kohsiek. „Falsche Zurückhaltung darf die Chance für so viele Menschen auf dem Arbeitsmarkt nicht unnötig schmälern. Hier ist Eigeninitiative des Senats gefragt. Es langt nicht, sich hinter dem Hinweis auf die Kahlschlagpolitik im Bund zu verstecken.“

Der DGB Hamburg weist außerdem darauf hin, dass bei der Bewertung des Arbeitsmarktes in Hamburg immer auch auf die Unterbeschäftigung geachtet werden muss. Diese lag im September in Hamburg bei 104.483 Personen. Hier zählen z.B. auch Erwerbslose in Beschäftigungsmaßnahmen und die Ein-Euro-Jobber dazu.


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