Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 64 - 16.10.2013
Senat muss rechtliche Möglichkeiten kreativ anwenden

Das Flüchtlingsproblem ist größer als viele vermuten

Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund macht im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion um Flüchtlinge in der Stadt darauf aufmerksam, dass die Probleme in Hamburg viel breiter und gravierender sind, als aktuell am Beispiel der Gruppe „Lampedusa“ diskutiert: „In der Hansestadt leben etliche tausend Menschen ohne geklärten Aufenthaltsstatus. Viele davon hausen unter erbarmungswürdigen Zuständen. Nicht wenige werden durch kriminelle Arbeitgeber gnadenlos in sklavenähnlichen Ausbeutungsverhältnissen ausgenutzt. Über unsere Beratungseinrichtungen haben in den vergangenen 18 Monaten über 300 Betroffene Gerichtsverfahren eingeleitet, die ihnen zu ihrem Recht verhelfen sollen.

Das zweite Hauptproblem der Stadt ist, angesichts des weiter wachsenden Zustroms von Flüchtlingen, mehr menschenwürdige Unterbringungen zu schaffen. Ich werbe dafür bei allen Bürgern und Bürgerinnen in Hamburg um mehr Akzeptanz und bin beeindruckt über die wachsende Bereitschaft zur Hilfe und Unterstützung.

Viele Hamburgerinnen und Hamburger haben nicht vergessen, wie überlebenswichtig und willkommen selbst die bescheidensten Hilfsangebote in der schweren Zeit nach Kriegsende für sie oder ihre Angehörigen waren. Unsere eigene Geschichte verpflichtet uns heute zu aktivem handeln. Von Gewaltaktionen distanzieren wir uns. Damit wird weder den Betroffenen, noch dem Thema geholfen.

Den Hamburger Senat fordern wir auf, alle rechtlichen Möglichkeiten kreativ anzuwenden, um für betroffene Flüchtlinge humanitäre Lösungen zu finden.“


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Kontakt Pressestelle

Felix Hoffmann

Felix Hoffmann (Foto:Peter Bisping)

Pressearbeit

Felix Hoffmann

Tel: 040/2858-247
Fax: 040/2858-251
Mobil: 0175/72 22 415

Pressefotos Katja Karger

Katja Karger

Katja Karger (Foto: Peter Bisping)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Katja Karger

Katja Karger (Foto: Peter Bisping)