Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 31/16 - 12.12.2016

Niedriglöhne in Hamburg: Mehr Tarifbindung muss die Antwort sein

Nach Daten des Arbeitsministeriums liegt der Anteil der Niedriglohnempfänger in Hamburg bei 15,5 Prozent. Dazu Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger: „Jede/r sechste arbeitet in dieser Stadt für einen Stundenlohn von unter zehn Euro und das in Hamburg mit seinen teuren Lebenshaltungskosten. Diese Zahl zeigt, wie dringend Maßnahmen gegen prekäre Beschäftigung getroffen werden müssen. Arbeitgeber fordere ich auf, ihre Tarifflucht zu beenden und zurück in die Tarifbindung zu kommen. Das ist der wirksamste Schritt gegen Mini-Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen. Karstadt hat es zuletzt vorgemacht.“

Nach den dem DGB vorliegenden Zahlen sind in Hamburg besonders Minijobber (62 Prozent) und Menschen ohne Berufsausbildung (46 Prozent) betroffen. Bei den Branchen sticht speziell das Gastgewerbe mit 61 Prozent heraus. Katja Karger: „Wir brauchen ein grundlegendes Reformkonzept bei den Minijobs und noch mehr Anstrengungen, um Menschen für Jobs umfassend zu qualifizieren.“

Ein Blick nach Nordeuropa zeigt, wie es gehen könnte: In Dänemark liegt die Niedriglohnquote bei 8,6 Prozent, in Schweden sogar nur bei 2,6 Prozent.


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