Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 15/16 - 02.06.2016

Rentenpolitik: „Kurswechsel nötig – faire Erwerbstätigenversicherung muss kommen“

Podium

Diskussion Olaf Schwede

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger hat Politik und Arbeitgeber in Hamburg dazu aufgerufen, sich stärker gegen Altersarmut und für eine Stabilisierung des Rentenniveaus zu engagieren. Bei einer Diskussion mit dem stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden und Landesvorsitzenden der SPD Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, sagte sie am Donnerstagabend im Rahmen des AfA-Frühlingsgesprächs im Kurt-Schumacher-Haus: „Immer mehr Menschen über 64 erhalten in Hamburg Grundsicherungsleistungen. Im Vergleich zu 2010 ergibt sich eine Steigerung von 33 Prozent. Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie immer mehr Ältere in Armut abrutschen. Es ist höchste Zeit für eine Kurskorrektur. Wir müssen die gesetzliche Rentenversicherung stärken, das heutige Niveau stabilisieren und dann erhöhen. Das ist entgegen vieler Unkenrufe auch finanzierbar. Kompensationen über private Altersvorsorge auf dem Kapitalmarkt funktioniert nicht. Riester ist gescheitert.“

Karger setzte sich für eine fair finanzierte Erwerbstätigenversicherung für alle ein. Zudem dürften Arbeitgeber nicht weiter auf prekäre Beschäftigungsverhältnisse setzen, sondern müssten ihren Beschäftigten durch tariflich gesicherte Arbeitsverhältnisse eine Perspektive für vernünftige Renten eröffnen.

Auch die Arbeitsbedingungen spielten eine wichtige Rolle, so Karger. Schließlich würden viele Menschen es gar nicht schaffen, mit ihrer Arbeit bis zum Rentenalter durchzuhalten. Deswegen brauche es auch flexible und sozial abgesicherte Wege aus dem Erwerbsleben in die Rente.

Aktuell beträgt die durchschnittliche Rente in Hamburg 1096 Euro für Männer und 639 für Frauen. Karger: „Gerade für Frauen brauchen wir bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt, die nicht aus Minijobs und Teilzeit bestehen.“


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