Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 07.03.2011

Frauentag: Geschlechtergerechtigkeit herstellen, Minijobs abschaffen und Ladenöffnungszeiten verkürzen

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Zum 100. Frauentag am 8. März erklärt Petra Heese vom DGB Hamburg:
"In hundert Jahren ist von Frauen viel erreicht worden, aber: Solange Männer und Frauen nicht wirklich teilen, bleibt vieles wie es ist – nicht geschlechtergerecht.
Beispiele gibt es genug: Frauen sind immer noch nicht ausreichend in Führungspositionen vertreten, arbeiten oft zu Niedriglöhnen, in unfreiwilliger Teilzeit, prekärer Beschäftigung und sind häufig nicht sozial abgesichert."
In Hamburg sind nur 22 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt. Im Schnitt verdienen Frauen in der Hansestadt 21 Prozent weniger als Männer. Entgeltgleichheit gibt es nur auf dem Papier.
100.000 Frauen gehen in Hamburg einer geringfügigen Beschäftigung nach, 20.000 davon z.B. in Minijobs im Handel. Jede 5. Frau ist Aufstockerin nach Hartz IV.
Petra Heese: "Minijobs führen Frauen oft in die berufliche Sackgasse und Altersarmut. Wir fordern deswegen die Abschaffung dieser Arbeitsformen.
Außerdem müssen die Ladenöffnungszeiten wieder auf ein sozial verträgliches Maß zurückgeführt werden. Denn ihre Verlängerung hat zur Ausweitung der prekären Beschäftigung im Handel geführt.
Wir erwarten zudem, dass das Hamburger Vergaberecht die Umsetzung gleichstellungspolitischer Maßnahmen zur Grundlage macht.
Noch immer bleibt im Bund die gewerkschaftliche Forderung nach einem längst überfälligen Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft ungehört. Der Senat muss im Bundesrat eine Initiative anstoßen, damit dieses Thema endlich oben auf die Agenda kommt.
Vorher brauchen wir in Hamburg Lösungen: Die Einführung von Messinstrumenten zur Lohnungleichheit und Quoten für Führungspositionen in den öffentlichen Unternehmen."


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