Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 31.01.2011

Uwe Grund: "Lippenbekenntnisse reichen nicht, die Frauenquote muss her"

Bild
Der DGB Hamburg spricht sich für eine Frauenquote in Unternehmen aus und widerspricht damit unter anderem auch dem SPD-Kandidaten für das Amt des Wirtschaftssenators, Frank Horch.
"Mit freiwilligen Lippenbekenntnissen von Firmenchefs und Verbandsspitzen erreicht man nichts", so Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund, "wir brauchen klare gesetzliche Vorgaben, sonst wird sich auf diesem Feld nichts tun," so Grund weiter. "Das Ziel muss sein, in jedem Aufsichtsrat einen Frauenanteil von 40 Prozent zu erreichen. Doch nicht nur die Unternehmer sind gefragt, sondern auch die Stadt mit ihren öffentlichen Unternehmen. Hier muss die Quote so schnell wie möglich eingeführt werden, denn die Stadt hat Vorbildfunktion."
Bisher beträgt der Anteil von Frauen an Aufsichtsratplätzen oder Beiräten von stadteigenen Firmen in Hamburg nur 19 Prozent. In zahlreichen öffentlichen Gremien sind sie gar vollständig ausgeschlossen. An den Hochschulen sind nur 22 Prozent der Professuren weiblich besetzt.
Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung liegt der geringe Frauenanteil in Führungspositionen vor allem an aktiver und passiver Diskriminierung der überwiegend männlichen Entscheider. Eine sogenannte "gläserne Decke" halte Frauen trotz gleicher Qualifikation vom Aufstieg in Unternehmen ab.
"Deswegen reicht es nicht, lediglich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu plädieren, wie es der ehemalige Präses der Handelskammer, Frank Horch, getan hat. Herr Horch mag zwar etwas von Wirtschaft verstehen, aber beim Thema strukturelle Benachteiligung von Frauen sollte er noch mal Nachhilfe nehmen. Frauen brauchen reale Chancen, damit ihr Potenzial von den Unternehmern endlich wahrgenommen wird," so Petra Heese vom DGB Hamburg.

Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Kontakt Pressestelle

Felix Hoffmann

Felix Hoffmann (Foto:Peter Bisping)

Pressearbeit

Felix Hoffmann

Tel: 040/2858-247
Fax: 040/2858-251
Mobil: 0175/72 22 415

Pressefotos Katja Karger

Katja Karger

Katja Karger (Foto: Peter Bisping)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Katja Karger

Katja Karger (Foto: Peter Bisping)