Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 45 - 30.09.2014

Mehr als sozialer Klimbim: Gesunde Arbeitsbedingungen

160 Betriebs- und Personalräte diskutieren auf Fachtagung des DGB Hamburg über gesunde Arbeitsbedingungen

Die Vorsitzende des DGB Hamburg, Katja Karger, forderte heute auf der Fachtagung „Gute Arbeit – Gesunde Arbeitsbedingungen“, eine Anti-Stress-Verordnung, die – vergleichbar mit Regelungen zum Lärmschutz oder zum Umgang mit Gefahrstoffen – Beschäftigte in den Betrieben und Büros vor Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit schützt. Außerdem müsse die zuständige Gewerbeaufsicht in Hamburg wieder so ausgestattet werden, dass effektive Kontrollen der Arbeitsplätze in den Betrieben möglich seien. Zudem brauche es in der Stadt eine Anlaufstelle für psychisch belastete Beschäftigte. „Alternsgerechtes Arbeiten muss bereits bei den Berufsanfängern ansetzen und systematisch bis ins Alter fortgeführt werden. Permanente Überbelastung darf bei der Arbeit nicht der Normalzustand sein. Wir brauchen dringend eine Humanisierung der Arbeit“, so Karger.

Rund 160 Betriebs- und Personalräte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte haben sich auf der Tagung unter Federführung des DGB Hamburg darüber informiert, wie Arbeitsbedingungen gut und alternsgerecht gestaltet werden können. Welche Dringlichkeit das Thema hat, zeigt zum Beispiel, dass laut Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK Hamburg Spitzenreiter bei den psychischen Erkrankungen ist. Diese können Folge permanenter Überlastung und mangelnder Unterstützung im Betrieb sein. Ein anderer Aspekt ist die demographische Entwicklung: Der Anteil der Erwerbspersonen, die 50 und älter sind, wird in Hamburg im Jahr 2025 bei rund 31,6 Prozent liegen und damit 6,4 Prozent höher als 2012.

Zum Beginn der Fachtagung sagte die Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks: „Wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Zukunft engagiert bis zur Rente arbeiten sollen, dann geht das nur mit gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen. Dazu gehört auch die Berücksichtigung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Hamburg setzt sich deshalb für eine verbindliche bundesweite Regelung zum Umgang mit psychischen Belastungen in der Arbeitswelt ein.“

„Als Kirche können wir zeigen, was zu gesundem Arbeiten und Leben gehört. Arbeit soll den Menschen nicht nur ernähren, sondern auch Sinn stiften und Wertschätzung ermöglichen. Nur so ist eine Balance zwischen Leistung und Lebensqualität möglich“, so Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck in einem weiteren Grußwort.


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