Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 062 - 06.03.2012

Frauentag: Finanzkrise auch aus Geschlechterperspektive diskutieren

Frauentag: Finanzkrise auch aus Geschlechterperspektive diskutieren

Anlässlich des internationalen Frauentags hat Petra Heese, Sprecherin der DGB-Frauen Hamburg, dazu aufgefordert, die gegenwärtige Finanzkrise auch aus Geschlechterperspektive zu diskutieren: „Frauen sind von Finanz- und Wirtschaftskrisen zumeist als Erste betroffen. Sie sind es, die aus Arbeitsplätzen herausgedrängt werden und Kahlschläge im sozialen Bereich durch Sparmaßnahmen in den öffentlichen Haushalten, zum Beispiel als Mütter, am ehesten zu spüren bekommen. Umso wichtiger ist es, dass Frauen bei diesem Thema mitreden und nicht wie bisher viel zu oft nur als stumme Zuschauerinnen geduldet werden.“

Frauen seien zu einem großen Teil in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Zwei Drittel aller Minijobs werden von ihnen ausgeübt. Heese: „Ein Wechsel in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gelingt aber nicht einmal jeder zehnten.“ Laut Bundesagentur für Arbeit würde jede dritte Frau außerdem für einen Niedriglohn arbeiten. Problematisch sei auch die Situation von alleinerziehenden Frauen. Sie wären häufig besonders armutsgefährdet.

Heese: „Um die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt wirklich zu verbessern fordern wir, dass die Minijobs abgeschafft und künftig durch sozial abgesicherte Arbeitsverhältnisse ersetzt werden. Außerdem brauchen wir den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro und keine Alibi-Lösungen, wie sie jetzt bei der CDU diskutiert werden.“

Zusammen mit dem Hamburger Frauenbündnis lädt der DGB Hamburg am 8. März um 18 Uhr zu einer politischen Diskussion unter dem Titel „Hat die Krise ein Geschlecht? Frauen fordern strukturellen Wandel“ ein. Ort: Universität Hamburg, DWP Hörsaal, Von-Melle-Park 9, 20146 Hamburg.


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