Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 05.11.2009

Kampagne für ein gebührenfreies Studium

Für die Abschaffung der Studiengebühren in Hamburg noch vor Beginn des nächsten Semesters mobilisiert das „Bündnis für Gebührenfreiheit“ mit einer Kampagne und einer Unterschriftenaktion. Bis Ende Januar 2010 sollen 60 000 Unterschriften für ein gebührenfreies Studium in Hamburg gesammelt werden. Die in Hessen eingeleitete Trendumkehr müsse in der Hamburgischen Bürgerschaft aufgegriffen werden, heißt es in einer Erklärung der Initiatoren, zu denen Studenten-, Gewerkschafts-, Partei-, Jugend- und bildungspolitische Organisationen gehören, darunter der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), SPD und Die Linke, Grüne Jugend und SDAJ sowie der Verein „Eine Schule für alle“. Unter www.gebuehrenfreiheit.de stellt sich das Bündnis im Internet vor.
Studiengebühren würden die soziale Auslese verschärfen, ihre Wirkung sei entdemokratisierend und entsolidarisierend; sie seien ein ordnungspolitisches Mittel zur Disziplinierung der Studierenden, erklären die Organisatoren in ihrem Aufruftext zur Unterschriftensammlung. Gerade die aktuelle Krise der Gesellschaft mache die Notwendigkeit emanzipatorischer Bildung und Wissenschaft deutlich. Diese Allgemeinwohlorientierung erfordere eine bedarfsdeckende öffentliche Finanzierung. „Mit meiner Unterschrift fordere ich daher die Bürgerschaft auf, alle Gebühren aus dem Hamburgischen Hochschulgesetz zu streichen“, lautet die politische Willenserklärung der Unterschriftenaktion.
Die Initiatoren der Kampagne für Gebührenfreiheit kritisieren, dass die Politik der letzten drei Hamburger Senate die Universitäten unter privatwirtschaftlichen Einfluss gestellt und private Hochschulen gefördert habe, „die eine gänzlich unkritische, marktkonforme Ausbildung gegen hohe Studiengebühren“. Mit dieser, von der Handelskammer vorgezeichneten Politik würden die universitäre Lehre und Forschung daran gehindert, ihrem humanistischen und gemeinwohlorientieren Auftrag gerecht zu werden.
Kontakt:
Jochen Rasch: 040 - 34836878
Gebührenfreie Bildung e.V., Postfach 13 04 25, 20146 Hamburg
Olaf Schwede (DGB-Jugendbildungsreferent): 040 - 2858-256
DGB, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg

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