Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 21/18 - 30.08.2018

Fehlende Fachkräfte in Hamburg: Arbeitgeber, steuert dagegen!

Laut Jahresbericht des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung fehlen in Hamburg rund 53.000 Fachkräfte. Auch der aktuelle Arbeitsmarktbericht spricht von 17.700 offenen gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen. Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger nimmt die Arbeitgeber in die Pflicht: „Wer Fachkräfte will, muss in Ausbildung investieren, Minijobs abbauen oder die Weiterbildung im eigenen Betrieb verstärken. Ein Blick auf das große Heer an prekär Beschäftigten, an Teilzeitkräften oder Leiharbeiter/innen zeigt: Das Potenzial ist da. Wer in gute Arbeit investiert, macht sich auch attraktiv für neue Beschäftigte.“

Zum Hintergrund:

- Jede/r vierte Jugendliche löst seinen/ihren Ausbildungsvertrag vorzeitig auf. Schuld sind mangelnde Ausbildungsqualität, zu viele Überstunden oder eine zu niedrige Vergütung. Gerade in Branchen wie dem Dienstleistungssektor, bei Köchen, Bäckern und Friseuren herrschen zum Teil miese Bedingungen. Eine DGB-Forderung: Die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung.

- Fast 180.000 Hamburger/innen gehen einem Minijob nach. Ein großer Teil von ihnen sind gut ausgebildete Fachkräfte: 40 Prozent haben mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung. Dieses Potenzial muss von den Arbeitgebern nur genutzt werden. Gleiches gilt für die rund 250.000 Teilzeitbeschäftigten in Hamburg.

- den zunehmenden Qualifizierungsanforderungen in den Betrieben, zum Beispiel durch die Digitalisierung, müssen Arbeitgeber mit mehr Weiterbildungsangeboten begegnen. In zu vielen Unternehmen wird das vernachlässigt. Deswegen fordert der DGB eine Weiterbildungspflicht der Arbeitgeber.


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