Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 008 - 31.05.2011
Der Arbeitsmarkt im Mai 2011 in Hamburg

Warnung vor zunehmender Altersarmut

DGB Hamburg

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Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund hat mit Blick auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen vor immer größer werdender Altersarmut in Hamburg gewarnt.

„Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die Zahl der arbeitslosen 50- bis unter 65jährigen um rund zehn Prozent zugenommen. Zu dieser Entwicklung stehen die Rente mit 67 oder die Forderungen, das Renteneintrittsalter sogar noch weiter zu erhöhen, im krassen Widerspruch.

Dieses Problem wird sich in Zukunft noch weiter verschärfen. Der Berufseinstieg von jüngeren Menschen erfolgt heute immer später. Das Berufsleben wird anschließend oft durch Phasen von Arbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung wie Praktika oder befristeten Jobs bestimmt.“

Hartz IV als Jobbremse

Bereits jetzt liegt die ausgezahlte Rente von Neu-Rentnern deutlich unter der allgemeinen Durchschnittsrente von Ruheständlern. Das geht aus einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Im Jahr 2009 kamen Neu-Rentner auf 686 Euro monatliches Altersgeld. Das waren gut 80 Euro weniger als beim Rentenbestand.

Neben der Altersarmut betrachtet Uwe Grund auch die Entwicklung bei den Beziehern von Arbeitslosengeld II oder Sozialleistungen mit Sorge. Uwe Grund: „Wer einmal bei Hartz IV gelandet ist, findet in Hamburg offensichtlich nicht mehr so schnell zurück in einen regulären Job.“

So ist hier die Zahl der Bezieher im Vergleich zum Vorjahresmonat nur um 2,8 Prozent gesunken. Gegenüber Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern der geringste Rückgang.

Qualifizierungs- und Weiterbildungsoffensive nötig

Dagegen sank die Zahl der Menschen, die nur kurze Zeit arbeitslos waren, in Hamburg deutlich. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es rund 19 Prozent weniger.

„Wir brauchen in Hamburg eine Qualifizierungs- und Weiterbildungsoffensive, um Menschen den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern. Damit kann auch der wachsenden Nachfrage nach Fachkräften erfolgreich begegnet werden,“ so Uwe Grund.


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