Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 19/18 - 20.08.2018

Gemeinsam stark: Mehr Menschen mit Behinderung in den Betrieb integrieren

In den kommenden Wochen stehen in Hamburg Menschen mit Behinderung im Fokus. Hamburg richtet die Weltmeisterschaft im Rollstuhl-Basketball aus und zeigt damit, dass auch eine Behinderung nicht an der Teilnahme an alltäglichen Aktivitäten hindern muss. Was im Sport inzwischen selbstverständlich ist, ist im Berufsleben häufig noch ungewöhnlich: Denn für Menschen mit einer Behinderung ist es schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden.

Dazu Katja Karger, Vorsitzende des DGB Hamburg: „Viele Arbeitgeber haben Bedenken Menschen mit Behinderung einzustellen. Ganz besonders schwierig ist es für blinde oder motorisch stark eingeschränkte Menschen. Oft fehlt es an Wissen darüber, was bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung auf den Arbeitgeber zukommt. Dabei sind Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern sogar per Gesetz verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen.

Am 01. Oktober startet in den Betrieben die Wahl zur Schwerbehindertenvertretung (SBV). Ihre Aufgabe ist es, die Eingliederung von Menschen mit Behinderung in den Betrieb zu fördern. Darüber hinaus funktioniert sie ähnlich wie ein Betriebsrat, kümmert sich jedoch speziell um die Belange der Kolleg/-innen mit einer Behinderung. Sie besteht aus mindestens einer Vertrauensperson und einer Stellvertreter/-in. Eine SBV ist in jedem Betrieb Pflicht, in dem mehr als fünf Menschen mit Behinderung langfristig beschäftigt sind.

Diversität und Inklusion sind wichtig für unsere Gesellschaft. Mit Kollegen und Kolleginnen mit Behinderung zusammen zu arbeiten, fordert uns täglich auf, die Perspektive zu wechseln und scheinbare Selbstverständlichkeiten zu überprüfen. Das fördert die Kommunikation im Betrieb und führt zu ganz neuen, kreativen Ideen. Es ist wichtig, dass wir Menschen mit einer Behinderung nicht aus dem sozialen Alltag ausgrenzen. Dazu gehört es auch, sie nicht ihr ganzes Bildungs- und Berufsleben lang in gesonderten Einrichtungen unterzubringen. Wenn beim Sport Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten, sehen wir schon wie gut das klappt. Das brauchen wir auch im Berufsalltag.“, so Katja Karger.


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