Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 28/16 - 29.09.2016

Arbeitsmarkt: Mehr Perspektiven für Geflüchtete und Langzeiterwerbslose schaffen

Anlässlich der am 29. September veröffentlichten monatlichen Arbeitsmarktzahlen sagt Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger: „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv und nimmt eine Menge Leute auf. Umso größer sind die Chancen, jetzt auch Geflüchteten wie Langzeiterwerbslosen betriebliche, langfristige und fair bezahlte Perspektiven zu geben. Hamburgs Unternehmerinnen und Unternehmer fordere ich auf, sich noch stärker zu engagieren und Jobs zur Verfügung zu stellen. Betriebe dürfen nicht warten, bis sie passgenau einsetzbare Bewerber/innen vermittelt bekommen. Unterstützungsprogramme für den Einstieg in Arbeit gibt es genügend. Sie müssen nur genutzt werden.“

Karger warnte in diesem Zusammenhang davor, Geflüchtete in Ein-Euro-Jobs zu vermitteln. Diese könnten zwar für den Start sinnvoll sein, würden sich aber schnell zu einer Sackgasse entwickeln. „Nur Qualifizierung und Fortbildung, zum Beispiel neben einer betrieblichen Teilzeitstelle, schaffen eine nachhaltige Perspektive. Das muss das Ziel sein“, so Karger.

Die Gewerkschaften unterstützten die Integration in den Betrieben durch ein umfangreiches Angebot an Seminaren und Beratungsangeboten für Betriebs- und Personalräte sowie für aktive Gewerkschafter/innen in den Unternehmen. Karger: „Es ist wichtig, dass die Beschäftigten vor Ort wissen, was bei der Integration auf sie zukommt und welche Möglichkeiten sie haben. Viele wollen unterstützen und helfen, wissen aber nicht wie. Nur mit betrieblichem Engagement können wir Missstimmungen und Vorurteilen in den Belegschaften gezielt entgegenwirken.“

Gleichzeitig warnte Karger erneut davor, Langzeiterwerbslose sowie Geflüchtete gegeneinander auszuspielen. „Wir brauchen gezielte Unterstützung für alle, statt neue Konkurrenz-Situationen zu schaffen.“

 


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