Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 031 - 27.09.2011
Präventive Maßnahmen der Arbeitgeber gefordert

Burn-out ist, wenn es eigentlich schon zu spät ist

Erschöpfung kann zum Burn-out führen

Gerd Altmann/www.pixelio.de

"Das Thema Burn-out darf nicht bloß individualisiert werden." Das fordert Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund. "Natürlich ist jeder Betroffene gefragt, auf sich selbst zu achten und bei Anzeichen die richtigen Schritte einzuleiten. Doch wir erwarten auch von den Arbeitgebern, dass sie ihrer Pflicht nachkommen und sich präventiv mit dem Thema beschäftigen. Dass auch sie in der Verantwortung stehen wird in der öffentlichen Diskussion oft vernachlässigt."

Wer prekär beschäftigt sei, am Arbeitsplatz ständig unter hohem Druck stünde, großen Anforderungen ausgesetzt wird und dem gleichzeitig geringe Anerkennung und Wertschätzung entgegengebracht würde, ist Burn-out gefährdet. Doch Arbeitgeber hätten eine Reihe von Möglichkeiten in ihren Betrieben, psychosozialen Belastungen ihrer Mitarbeiter entgegenzuwirken und so auch Burn-outs zu verhindern. "Es geht um ein vernünftiges Gesundheitsmanagement in den Firmen: Dazu gehört, das Thema zum Arbeitsschutz dazuzurechnen, Arbeitszeiten sozialverträglich zu gestalten, Arbeitsvolumen und Überstunden der Mitarbeiter regelmäßig kritisch zu überprüfen und offen mit ihnen über ihre Arbeit zu sprechen", so Uwe Grund, "auch das gehört für uns zu guter Arbeit."

Das Problem darf nicht nur ökonomisch angegangen werden

Der DGB Hamburg erwartet von den Arbeitgebern, sich der Aufgabe zu stellen und die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Daraus sollten entsprechende Maßnahmen für die Gesundheit der Mitarbeiter abgeleitet werden. Uwe Grund: "Denjenigen Arbeitgebern, die über die damit verbundenen hohen Kosten klagen sei gesagt: Es geht bei ihren Mitarbeitern um Menschen und nicht um Roboter. Aber wenn man das Problem schon ökonomisch angeht: Der längerfristige Ausfall einer Führungskraft ist sicher ein größerer Verlust für ein Unternehmen, als zuvor geeignete Maßnahmen zu ergreifen." 

Im Hamburger Abendblatt vom 27. September hatte Thomas Grabenkamp, Geschäftsführer der Psychotherapeutenkammer darauf hingewiesen, dass Hamburg den traurigen Rekord bei den psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz hielte. Weiter heißt es in dem Artikel: Jeder fünfte Arbeitnehmer solle gefährdet sein, ein Burn-out zu erleiden.

Die IG Metall hat sich dem Thema in einer großen Umfrage unter Betriebsräten angenommen. Die Ergebnisse gibt es hier auf den Internetseiten.


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