Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 09.03.2011

100 Jahre Internationaler Frauentag und alle kamen

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Am 8. März 2011 – dem 100. Internationalen Frauentag - gehörte die linke Hälfte des Hamburger Rathauses den Frauen. Gemeinsam mit dem Frauenbündnis hatten die DGB Frauen zu einer Vielfalt von Workshops, Podiumsdiskussion und natürlich zum Feiern eingeladen.
Empfangen wurden die zumeist gut gelaunten Frauen mit einem großen Banner am Eingangstor des Rathauses zum 100 jährigen Internationalen Frauentag.
Den dann folgenden Ansturm von Teilnehmerinnen hatte das Rathaus sicher so nicht erwartet. Über 1.000 Frauen kämpften sich zu den fast 30 verschiedenen Veranstaltungen unterschiedlicher Frauenorganisationen und -verbände durch .Die Teilnehmerinnen waren begeistert von der Vielfalt des Angebots und so vielen interessierten Frauen.
Wer es erst einmal in den Kaisersaal geschafft hatte, den erwartete beim DGB Workshop ein kurzer Rückblick in die Vergangenheit und viele Forderungen für die Zukunft. Mit einer schwungvollen Rede brachte Annelie Buntenbach vom DGB Bundesvorstand die Themen, die uns umtreiben auf den Punkt:
· Rente mit 67 ist für viele Frauen ein zusätzlicher Weg in die Altersarmut, deshalb gehört die Diskussion in die Versenkung,
· ebenso wie prekäre Beschäftigung.
· Verbindliche Mindestlöhne könnten für viele Frauen die Spirale nach unten abmildern und müssen eingeführt werden.
· Es ist kaum zu fassen, dass schon DGB Frauen in den 50 er Jahren die Entgeltgleichheit für Männer und Frauen gefordert haben und wir das Thema heute noch immer nicht erledigt haben.
· Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt weiterhin Bedingung für Frauen und Männer, um die Chancengleichheit voranzubringen.
Dr. Reingard Zimmer von der Hans-Böckler-Stiftung konnte für viele der angesprochen Themen dann die richtige Angriffsmöglichkeit präsentieren, die das Betriebsverfassungsgesetz bietet. Sie referierte sehr konkret, welche Mitbestimmungsmöglichkeiten den Frauen zur Verfügung stehen, um ihre Themen auf die Tagesordnung zu bringen und anzupacken.
Dass dies in der Praxis gelebt wird, belegten dann die guten Beispiele unserer vier Kolleginnen aus den Betrieben, die von Steffi Schmoliner, IGM, und Agnes Schreieder, ver.di, durch ein lebendiges Gespräch geführt wurden. Die Kolleginnen aus den Bereichen der IG Metall, EVG und ver.di konnten anschaulich berichten, was sie durch ihr Engagement für die Frauen erreicht haben, ob Regelungen für Teilzeit, bessere Bezahlung oder Lösungen für die Vereinbarkeit – vieles wurde schon umgesetzt.
Die inspirierenden Beiträge der Referentinnen führten zu einer fröhlichen und kämpferischen Stimmung, die noch im Rahmen der Podiumsdiskussion verstärkt wurde. Hier wurden dann auch abschließend Frauenzukunftsvisionen entwickelt, die vielfach Begeisterung auslösten.
Mit kleinen Aktionen auf dem Rathausmarkt konnten die Gewerkschaftsfrauen ihre aktive Mittagspause bei strahlender Sonnenschein und blauem Himmel zu einem fröhlichen Gruppenfoto nutzen.
Die Auswertung der vielfältigen Workshops am Nachmittag ermöglichte schließlich die Zusammenführung der Workshops und ließ den Frauen Zeit und Raum sich auszutauschen. Eine geschickte Großgruppenmoderation machte es dann auch möglich, dass die fast 100 Frauen miteinander ins Gespräch kamen und reichlich berichteten.
Abends in der Handelskammer war dann endlich Zeit zum Feiern, Plaudern und zum Anschneiden des besonderen Riesen – Frauentags – Kuchens, für Kabarett und Chor – ein würdiger Abschluss für einen besonderen Tag.

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