Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 06.03.2009

DGB-Frauen: Krise der Männerwirtschaft?

Da Führungspositionen im Finanz- und Wirtschaftssystem mit überwältigender Mehrheit männlich besetzt seien, müsse die Frage erlaubt sein, ob das gegenwärtige Desaster nicht auch eine Krise der Männerwirtschaft sei, sagt die frauenpolitische Sprecherin des DGB Hamburg, Petra Heese. In Deutschland zum Beispiel seien auf der Arbeitgeberseite der Aufsichtsräte lediglich vier Prozent Frauen vertreten. Der DGB habe den Internationalen Frauentag 2009 unter das Motto gestellt „Frauen bestimmt“. Gerade in diesem Krisen- und Wahljahr müssten die Frauen in Politik und Wirtschaft mehr Mitsprache und mehr Mitbestimmung einfordern. Ein größerer Anteil weiblicher Führungskräfte würde nach Auffassung der DGB-Politikerin die Führungskultur positiv verändern und den Führungsstil in den wirtschaftlichen und politischen Organisationen verbessern. Die Gewerkschaftsfrauen, kündigte Heese an, werden die politischen Parteien im Wahljahr 2009 daran messen, welche Antworten auf die dringenden Fragen in Sachen Gleichstellung gegeben werden. Die Arbeitswelt sei von Entgeltgleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie gleichen Karrierechancen immer noch weit entfernt. Der Lohnabstand zwischen den Geschlechtern halte sich hartnäckig. Von Billiglöhnen und prekären Beschäftigungsverhältnissen seien Frauen in besonderer Weise betroffen. Dass Frauen im Alter von ihrer Rente leben können, setze aber sichere Arbeitsplätze mit guter Bezahlung voraus. „90 Jahre Frauenwahlrecht, 60 Jahre Gleichstellungsartikel im Grundgesetz, 50 Jahre Gleichberechtigungsgesetz – einige Meilensteine auf dem Weg zur Gleichberechtigung sind gesetzt. Wir haben eine Menge erreicht und trotzdem: Echte Gleichstellung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sieht anders aus“, betont Heese.
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