Deutscher Gewerkschaftsbund

06.02.2012

Newsletter März

DGB Hamburg

DGB Hamburg

Liebe Kolleginnen, Kollegen und Interessierte,

das Thema Rechtsextremismus in Deutschland bleibt ein bestimmendes Thema in der Öffentlichkeit. Immer neue Details über die Hintergründe der Zwickauer Terrorzelle NSU werden bekannt und immer noch schütteln wir fassungslos den Kopf über das Versagen der Sicherheitsbehörden in diesem Fall. Umso wichtiger ist, dass wir uns alle aktiv für eine tolerante Gesellschaft ohne Fremdenfeindlichkeit einsetzen. Das haben wir mit vielen Aktionen in den vergangenen Wochen und Monaten getan und haben es auch weiterhin vor, wie man diesem Newsletter entnehmen kann.

***Was war***

Bei der Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer Rechter Gewalt haben sich viele Hamburgerinnen und Hamburger beteiligt. Ob in Bussen und Bahnen, in Schulen oder Betrieben – überall verbrachten Menschen ein paar Momente in stiller Einkehr. Ein Video mit den Redebeiträgen von Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit, dem Präsidenten des Unternehmensverbandes Nord, Uli Wachholtz, und Uwe Grund in der Rathausdiele gibt es hier:
http://www.youtube.com/watch?gl=DE&v=UKBOrZiF6Tg
 
Mitte Februar waren wir mit dem DGB Bezirk Nord auf Klausurtagung in Malente. Eines der Schwerpunktthemen war die Energiewende mit einem guten Impulsreferat von Frederik Moch, der sich beim Bundesvorstand mit diesem Thema beschäftigt. Vom Bezirk Nord gibt es demnächst ein ausführliches Positionspapier zu unseren Vorstellungen von einer gelungenen Energiewende im Norden. An dieser Stelle aber schon mal der Hinweis auf die Demonstration zum ersten Jahrestag der Katastrophe in Fukushima am 11. März in Brokdorf:
https://nord.dgb.de/presse/++co++3b311b0a-6783-11e1-45ab-00188b4dc422

***Was ist***

Der „Tag der deutschen Zukunft“, an dem Rechtsextreme am 2. Juni diesen Jahres durch die Hamburger Innenstadt – und auch am Gewerkschaftshaus vorbei - marschieren wollen, wirft bereits seine braunen Schatten voraus. Längst wird auch im Hamburger Bündnis gegen Rechts, an dem wir beteiligt sind, über Aktionen beraten. Wir wollen erreichen, dass möglichst viele Menschen an diesem Tag gegen die Neonazis demonstrieren. Was genau geplant wird und was wir am Gewerkschaftshaus organisieren werden, dazu mehr in den nächsten Wochen.

Jetzt aber wirklich: Der schon vor Monaten angekündigte Ausbildungsreport für Hamburg ist so gut wie fertig. Ende März werden wir ihn öffentlich präsentieren. Über 3000 Azubis haben Fragebögen ausgefüllt – das ist eine wirklich gute Grundlage, um aussagekräftige Eindrücke aus den einzelnen Branchen zu bekommen. Eines vorweg: Die meisten Befragten sind mit ihrer Situation zwar zufrieden, aber in einzelnen Bereichen haben viele mit Überstunden und miesen Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Hier muss sich dringend etwas ändern.

***Was wird***

Wir beteiligen uns an den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 15. bis 24. März in vielfältiger Form. Unter anderem werden wir ab dem 19. März eine Ausstellung im Foyer des Gewerkschaftshauses zeigen. Unter dem Titel „Den Opfern einen Namen geben“ möchten wir den vielen Toten, die durch rechtsextreme Gewalt umgekommen sind, gedenken. Achtet auf weitere Ankündigungen auf unserer Homepage unter https://hamburg.dgb.de/ . Außerdem laden wir zusammen mit dem Kulturverein Be 60 am selben Tag ganz herzlich zu einer Lesung mit dem Autor Andreas Speit aus dem von Andrea Röpke und ihm geschriebenen Buch „Mädelssache. Frauen in der Neonazi-Szene“ ein.
http://www.kultur-im-gewerkschaftshaus.de/

Am 23. März ist Silvester! Zumindest symbolisch für viele Frauen, die nämlich, auf den Jahresverdienst bezogen, drei Monate länger arbeiten müssen als ihre männlichen Kollegen, um auf denselben Jahresverdienst zu kommen. Deswegen wird es am "Equal Pay Day" ab 13.00 Uhr eine kleine Party zur Entgeltgleichheit geben. Los geht es vor dem Gewerkschaftshaus, anschließend ziehen alle gemeinsam über die Mönckebergstraße, am Rathaus vorbei und in Richtung Gänsemarkt. Bringt Tröten und Partyhütchen mit, sowie Wunderkerzen und Luftschlangen. Beteiligt euch zahlreich!

***Was zum Schluss***

Ein Pflichttermin für viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter ist auch in diesem Jahr wieder der Maiempfang im Rathaus am 24. April um 18 Uhr. Wir freuen uns unter anderem auf Reden von Bürgermeister Olaf Scholz und Uwe Grund. Achtung: Die Frist für die Anmeldung ist bereits verstrichen. Wieder werden über 1000 Kolleginnen und Kollegen mit dabei sein.


Der nächste Newsletter erscheint erst nach Ostern.

Bis dahin verbleibt mit besten Grüßen

Das Team vom DGB Hamburg


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