Deutscher Gewerkschaftsbund

19.01.2016

Newsletter Januar 2016

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Liebe Kolleginnen, Kollegen und Interessierte,

Mit solchen Zahlen startet es sich doch gut ins neue Jahr: Die GEW Hamburg gewann 2015 fast 8.500 Mitglieder. Das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent! Auch die IG BCE verzeichnet einen kleinen Mitgliederzuwachs und auch wenn bei ver.di insgesamt ein leichter Rückgang von 0,86 Prozent zum Vorjahr zu verzeichnen ist, machen 5.200 Neubeitritte klar: Die Gewerkschaften gewinnen wieder an Attraktivität. Sehr schön! Hoffentlich sieht es bei den Anderen ähnlich aus. Schließlich brauchen wir jeden Einzelnen, denn wir haben noch viel vor (siehe unten…)




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Was wird
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"Europa vor seinen bisher größten Herausforderungen". Dieses Thema steht im Mittelpunkt des Neujahrsempfang der DGB Senioren am Freitag, 22. Januar. Die Vorlage für eine sicher wieder anregende Diskussion liefert Knut Fleckenstein (Hamburger SPD-Abgeordneter im europäischen Parlament) mit seinem Vortrag. Wer sich noch anmelden möchte, findet alle wichtigen Informationen hier.

Wie kommen Flüchtlinge in Arbeit – und welchen Beitrag können wir Gewerkschafter/innen dabei leisten? Dieser Frage widmen sich mit viel Engagement Elvisa Kantarevic und Lil-Ann Schönfeld von unsere Fachstelle Migration und Vielfalt bei Arbeit und Leben Hamburg. Am Dienstag, den 19.01. geht es bei einer ihrer Veranstaltungen um ehrenamtliches Engagement einerseits und um die Arbeitsvermittlung andererseits. Referentinnen sind Birte Steller (W.I.R.) und Petra Lotzkat (Leiterin des Amtes für Arbeit und Integration bei der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, BASFI). Kommt dazu! Die Veranstaltung findet statt um 17 Uhr im KLUB (Besenbinderhof 62). Weitere Informationen unter diesem Link.

Eine weitere Veranstaltung zum Thema findet am Donnerstag, 28. Januar im KLUB statt. Unter dem Titel „Arbeiten in Deutschland“ werden Erstinformationen auf Deutsch für Geflüchtete und Flüchtlingshelfer/-innen gegeben. Als Referent kommt Henning Hansen vom DGB Rechtsschutz. Es geht um Arbeitsverträge, Mindestlohn, Urlaubsansprüche, Praktika oder Versicherungspflicht. Vermittelt werden arbeitsrechtliche Basisinformationen und wichtige Rechte für das Arbeitsleben. Herzlich eingeladen sind alle Geflüchteten, die bereits etwas Deutsch können und jetzt auf den Arbeitsmarkt streben, sowie alle Flüchtlingshelfer/innen, die sich in Hamburg mit dem Thema „Arbeit“ beschäftigen. Weitere Informationen hier.

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Was ist
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Die Diskussion um die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht haben die politische Debatte in Deutschland zu Beginn des Jahres bestimmt. Unter dem Schlagwort #ausnahmslos haben sich die Journalistin Kübra Gümüşay und die Autorin Anne Wizorek in die Diskussion eingeschaltet und klar Stellung bezogen: Sie wenden sich sowohl gegen sexualisierte Gewalt jeder Art als auch gegen rassistische Hetze. Zahlreiche Unterstützer/innen haben sich dem Aufruf angeschlossen. Darunter auch Katja Karger: ausnahmslos.org

Die psychische Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmerinnen in Hamburg erhalten und fördern – das ist das Ziel der neuen Anlaufstelle „Perspektive Arbeit und Gesundheit“ (PAG). Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks hat die Einrichtung am 14. Januar, eröffnet. In der Schanzenstraße 75 können Beschäftigte und betriebliche Akteure ab sofort eine kostenlose Beratung rund um die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz erhalten. Der DGB befürwortet und unterstützt die Beratungsstelle ausdrücklich. Informationen hier.

Jedes fünfte Kind in Hamburg lebt in einem Haushalt, der von Einkommensarmut betroffen ist. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Die Zahl ist zwar nicht neu, aber trotzdem „erschreckend“, wie Katja Karger sagt: „Armut bedeutet: Weniger Zugang zu Freizeit-, Bildungs-, oder kulturellen Angeboten. Armut bedeutet: Benachteiligung. Deswegen brauchen wir gezielte Maßnahmen, um zum Beispiel Eltern aus dem Dauerbezug von Arbeitslosengeld II heraus zu bekommen.“ Unsere Pressemitteilung.

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Was war
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Seit einem Jahr gilt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland. Pünktlich zu seinem ersten Geburtstag haben wir eine erste Bilanz gezogen, was er in Hamburg bewirkt hat. Und das ist äußerst positiv: Ungelernte profitieren von einem Lohnplus von 5,1 Prozent. In keinem anderen westdeutschen Bundesland fiel die Steigerung bei dieser Gruppe so hoch aus (Westdeutschland insgesamt: 2,5 Prozent). Auf unserer Pressekonferenz zum Thema haben auch Michael Klauer vom Hauptzollamt Hamburg-Stadt und Rüdiger Winter, Leiter der Servicestelle Arbeitnehmerfreizügigkeit bei Arbeit und Leben Hamburg, von ihren Erfahrungen berichtet. Unsere Meldung dazu hier. So gut wie alle Hamburger Medien haben berichtet. Stellvertretend hier der Link zum NDR-Beitrag.

Zum Jahreswechsel hat Katja Karger Arbeitgeber und Politik aufgefordert, die Mitbestimmung in den Unternehmen zu stärken: „Wir stehen in der Arbeitswelt vor großen Herausforderungen, die nur gemeinsam mit Hilfe einer starken Mitbestimmung zu bewältigen sind. Die weitere Digitalisierung der Arbeitsabläufe braucht die Beteiligung von Beschäftigten und Arbeitnehmervertreter/innen. Ohne diese besteht die Gefahr, dass Unsicherheit und Angst vorherrschen – eine wenig produktive Stimmung für die Betriebe.“ Die ganze Stellungnahme hier.

Zusammen mit zahlreichen Verbände und Organisationen aus Hamburg machen wir uns für eine Stärkung der Schwerbehindertenvertretungen in Unternehmen stark. Unsere fünf Forderungen: Verbesserte Freistellungs-, Vertretungs- und Schulungsansprüche, Sicherstellung der Information und Anhörung der SBV, Verbindlichkeit von Integrationsvereinbarungen, Erhöhung der Ausgleichsabgabe und das Übergangsmandat. Laut Agentur für Arbeit beschäftigen Hamburger Unternehmen zu wenige Menschen mit Behinderung. Weitere Informationen und die Erklärung hier.

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Was machen die anderen
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*ver.di: Erstmals Vergabe des Paula-Mielke- Preises

*IG Metall: Tarifvertrag zur Qualifizierung im Tischlerhandwerk tritt in Kraft

*GEW: 280.000er-Marke geknackt!

*IG BCE: Neuer Blog für VL-und BR-Zeitungen

*IG BAU: Mehr Geld für GebäudereinigerInnen

*Arbeit und Leben: Neuer Bildungsbaustein: "Was tun gegen Antisemitismus?!"

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Was zum Schluss
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Das Motto des 1. Mai 2016: „Zeit für mehr Solidarität – viel erreicht und noch viel vor“. Wir freuen uns schon auf die Feierlichkeiten mit euch anm Tag der Arbeit, der dieses Jahr auf einen Sonntag fällt. Weitere Details zu den Planungen demnächst hier in diesem Newsletter.

Der nächste Newsletter erscheint schon bald, Anfang Februar.

Bis dahin verbleibt mit besten Grüßen
Das Team vom DGB Hamburg


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