Deutscher Gewerkschaftsbund

03.06.2015

Newsletter Juni 2015

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Liebe Kolleginnen, Kollegen und Interessierte,

Fast täglich versammeln sich in den letzten Wochen Streikende vor dem Gewerkschaftshaus. Meist sind es die Beschäftigten aus den Sozial- und Erziehungsdiensten. Aber auch von der Post, aus den Versicherungen, oder anderen Branchen. Es ist immer wieder toll die Kraft zu spüren, die von den Streikversammlungen ausgeht. Euch allen, die für gerechtere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen, gehört unsere volle Unterstützung!



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Was wird
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„Solidarität mit Griechenland – Was können wir tun?“ ist der Titel einer Veranstaltung, die wir am 23. Juni gemeinsam mit der Rosa Luxemburg Stiftung (RLS) und dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) organisiert haben. Mit dabei sind Michaela Rosenberger (Vorsitzende Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten), Arne Heise (Sozialökonom, Uni Hamburg), Theodoros Paraskevopoulos (Wirtschaftsberater, Syriza) und Thomas Sablowski (Institut für Gesellschaftsanalyse, RLS). Wie kann der Weg zu einer wirtschaftlichen und sozialen Perspektive für die Griech/innen aussehen? Das ist zum Beispiel eine Frage, die an diesem Abend im Dorothee-Sölle-Haus (Königstraße 54) ab 19.30 Uhr diskutiert werden soll.

Um Herausforderungen und Perspektiven des europäischen Arbeitsmarktes geht es bei der Fachkonferenz Arbeitnehmerfreizügigkeit 2025 am 17. Juni im Gastwerk (Beim Alten Gaswerk 3). Auf der Konferenz sollen Voraussetzungen für eine faire Arbeitnehmermobilität in Europa erörtert werden“. Auch Katja Karger wird an der Veranstaltung teilnehmen. Anmeldungen und weitere Infos bei Arbeit und Leben Hamburg.

Unsere Abteilung Migration und Arbeit (MigrAr) lädt am 12. und 13. Juni zu einem Vernetzungstreffen ein. Thema sind extreme Ausbeutungsbedingungen für Migrant/innen. Es gibt Beispiele aus der Praxis, u.a. von der DGB-Anlaufstelle „Faire Mobilität“. Am zweiten Tag soll es dann ganz konkret um Aktionsplanung gehen.

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Was ist
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Ob der Streik im Sozial- und Erziehungsdienst weitergeht, entscheidet sich in diesen Tagen. Allerdings liegen die Angebote der kommunale Arbeitgeberverband VKA immer noch weit entfernt, was wir Gewerkschafter unter dem Motto „Aufwerten“ verstehen. Wie kampfbereit die Beschäftigten weiterhin sind, zeigte sich eindrucksvoll am 28. Mai in Hamburg, als rund 15.000 Angestellte aus ganz Norddeutschland demonstrierten. Unser ver.di-Kollege Reinhard Schwandt hat eine dreiteilige Fotodokumentation von dem Tag zusammengestellt.

Es gibt fairen Kaffee, es gibt faire Kleidung und es gibt faire Autohäuser. Fair bedeutet dabei: Geltender Tarifvertrag, Mitbestimmung durch Betriebsräte und gute Ausbildung. Aber welche Autohäuser erfüllen diese Bedingungen? Das lässt sich auf der Seite „Autohaus Fair“ der IG Metall überprüfen. Wer sein Autohaus dort nicht findet, kann ihm eine E-Card senden.

Russlands Vielfalt aus Kindersicht lässt sich aktuell bei einer Ausstellung im Foyer des Gewerkschaftshauses bewundern. Die Bilderschau findet statt im Rahmen des zweiten Paneuropäischen Festival-Marathons. Organisiert wurde sie  vom russischen parlamentarischen „European Clubs“.

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Was war
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Der Wandel in der Hafenarbeit läuft: Ein wachsender Automatisierungsgrad, striktere Umweltvorschriften, komplexe weltweite Logistikketten, die Internationalisierung von Schiffsbetrieben und Crews sowie Aufgaben in der Passagierschifffahrt - das alles stellt hohe Ansprüche an das technische Verständnis und die soziale Kompetenz der Hafenarbeiter. In ihrer Rede vor Hafenjubilaren und Betriebsräten spricht Katja Karger über die Zukunft der Arbeit im Hafen.

Eine tolle Initiative kommt von den Studierenden der Bucerius Law School: Zukünftig unterstützen sie die Servicestelle Arbeitnehmerfreizügigkeit von Arbeit und Leben Hamburg. Unter der Anleitung erfahrener Rechtsanwälte begleiten sie die Ratsuchenden von der ersten Beratung bis zur Beendigung des Mandats. Dabei arbeiten sie eng mit den Mitarbeitenden der Servicestelle Arbeitnehmerfreizügigkeit zusammen. Diese wählen geeignete Klienten aus, führen erste Vorgespräche und helfen bei Bedarf bei Übersetzungen. Klasse!  

Auf Initiative des „Hamburger Netzwerks Stoppt TTIP, CETA und TiSA“ beschäftigt sich die Bezirksversammlung Nord am Donnerstag, 11. Juni ab 18 Uhr in ihrer Sitzung mit den Handels- und Investitionsschutzabkommen (Ort: Großer Sitzungssaal, Robert-Koch-Str. 17). Dabei geht es um die Folgen der Abkommen für die Handlungsspielräume der Stadt und ihrer Bezirke. Die Sitzung ist öffentlich. Kommt also alle und zeigt, wie wichtig euch das Thema ist.

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Was machen die anderen
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*ver.di: Wieder Verhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst.

*IG Metall: Tarifabschluss im KFZ-Handwerk in Hamburg.

*GEW: GEW Hamburg ruft auf zur Demo in Berlin am 20. Juni

*IG BCE: Mehr Schub für Hamburgs Industrie.

*IG BAU: Heraus zum Tag der IG BAU!

*EVG: Tarifabschluss und digitale Zukunft

*NGG: Projekt zur Beschäftigungssicherung gestartet

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Was zum Schluss
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Seit dem 1. Juni haben wir beim DGB Hamburg einen neuen Kollegen. Ulrich Hannemann ist mit einer halben Stelle bei uns vor allem mit organisationspolitischen Aufgaben betraut. Zuvor war er beim DGB Nord tätig. Herzlich willkommen!

Weitere Informationen und Termine des DGB Hamburg: www.hamburg.dgb.de

Der nächste Newsletter erscheint Ende Juni.

Bis dahin verbleibt mit besten Grüßen
Das Team vom DGB Hamburg


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