Deutscher Gewerkschaftsbund

25.05.2016

Newsletter Juni 2016

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Liebe Kolleginnen, Kollegen und Interessierte,

Gerade als dieser Newsletter verschickt werden sollte, flatterte uns noch dieser Aufruf auf den Schreibtisch: „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt“. Unter diesem Motto gibt es am 18. und 19. Juni Menschenketten der Solidarität in ganz Deutschland, auch in Hamburg. Mit der Aktion setzen wir uns und andere Organisationen für ein weltoffenes Deutschland und eine friedliche Gesellschaft ein. Los geht es um 16.30 Uhr am Jungfernstieg. Macht mit! Weitere Informationen hier: https://www.dgb.de/-/VvD .

Die Online-Version dieses Newsletters gibt es unter https://hamburg.dgb.de/service/newsletter


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Was wird
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Die digitale Wirtschaft gibt in Hamburg wichtige Impulse für das Wirtschaftswachstum. Aus kleinen Start-Ups sind international beachtete Unternehmen mit Hunderten Mitarbeitern geworden. Eine solche wirtschaftliche Dynamik ist politisch gewollt und wird vom Senat ab 2017 mit einem Innovations- Wachstumsfonds gefördert. Auf einer Diskussionsveranstaltung mit Katja Karger soll die digitale Wirtschaft genauer unter die Lupe genommen werden: Welche Pläne hat die Politik? Welche Wünsche haben die Unternehmen? Und was bedeutet hier „gute Arbeit“? Hier geht es zur Anmeldung: http://www.fes.de/de/veranstaltungen-detailansicht/veranstaltung/detail/204419/


Zu einem öffentlichen Gespräch unter dem Titel „Herausforderungen in der Arbeitswelt und Sozialpolitik – Antworten der Gewerkschaften und der Sozialdemokratie“ treffen sich der Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi und der ehemalige DGB-Vorsitzende Michael Sommer am Dienstag, 28.6. um 18 Uhr im KulturForum Serrahn in Bergedorf (Serrahnstr. 1). Interessierte sind herzlich eingeladen, dazu zu kommen.


Um Anforderungen an eine gute Rentenpolitik aus Arbeitnehmersicht geht es beim AfA-Frühlingsgespräch mit den Gästen Katja Karger und Ralf Stegner. „Das Risiko der Altersarmut steigt, trotz Mindestlohn, da sind sich die Gewerkschaften, Sozialverbände und viele Politiker/innen einig. Seit 2004 sinkt das Rentenniveau. 2030 soll es bei 43 % liegen. Rentenexperten fordern 53 %, um den Lebensstandard zu erhalten. Gleichzeitig steigt seit 2005 der zu versteuernde Rentenanteil. 2040 sind 100 % erreicht“, heißt es in der Einladung. Anmeldungen sind bis zum 27.05. möglich unter sebastian.jonscher@spd.de oder afa-hamburg@spd.de, telefonisch unter: 24 69 89.


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Was ist
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Wie wichtig das Thema Rentenpolitik ist, zeigt auch ein Blick auf aktuelle Daten: Laut Statistikamt haben am Jahresende 2015 in Hamburg fast 24.700 Frauen und Männer im Alter von über 64 Jahren Grundsicherungsleistungen zur Sicherstellung der laufenden Lebensführung erhalten. Das sind gut fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit setzte sich der in den Vorjahren erkennbare Zuwachs fort. Im mittelfristigen Vergleich zu 2010 ergibt sich eine Steigerung um fast 33 Prozent! Die Mehrzahl der Unterstützten waren dabei Frauen. Hier geht es zu den Daten: http://www.statistik-nord.de/publikationen/publikationen/presseinformationen/dokumentenansicht/grundsicherungsleistungen-im-alter-und-bei-erwerbsminderung-in-hamburg-2015-1/

Eine ganz besondere Verbindung gibt es zwischen Hamburg und den Ruhrfestspielen, die noch bis zum 19.6. in Recklinghausen laufen – in diesem Jahr zum 70. Mal. „Der Ursprung des ältesten Theaterfestivals Europas liegt in einem Akt der Solidarität, als Bergleute der Zeche König Ludwig 4/5 im harten Winter 1946/47 Kohle für die Hamburger Theater an der Besatzungsmacht „vorbeischleusten“, so wird es auf der Internetseite des Festivals beschrieben. Von der Tradition zeugt auch die halbe Seilscheibe vor dem Hamburger Gewerkschaftshaus, die andere Hälfte steht in Recklinghausen: https://hamburg.dgb.de/-/dXq. Der Fachbereich Medien und Kultur bei ver.di lädt aus Anlass des Jubiläums am Sonnabend, 11. Juni, ins Thalia Theater ein. Nähere Infos bei Agnes.Schreieder@verdi.de, Telefon 040 – 28 58 40 83.

Gute Abschlüsse im öffentlichen Dienst, bei den Metallern und im Baugewerbe liegen bereits vor. In anderen Branchen stehen die Verhandlungen noch bevor, oder sind bereits im Gange. Zum Beispiel in der Kautschukindustrie. Ein erstes „Angebot“ der Arbeitgeber von einem mickrigen Prozent nannte die IG BCE eine „Provokation“. Die Forderung liegt bei 5 Prozent (s.u.). Allen Kolleg/innen und Kollegen gehört selbstverständlich unsere volle Solidarität bei ihren Tarifverhandlungen und Arbeitskämpfen!

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Was war
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Ende Mai hatten wir unsere erste Info-Veranstaltung unter dem Titel „Arbeiten in Deutschland. Informationen über den Arbeitsmarkt und Arbeitsrechte für Geflüchtete“. Die Resonanz war groß und alle Plätze schnell besetzt. Vor allem ging es um Fragen rund um Arbeitsverträge, Arbeitszeiten, Entgelte, Mindeststandards und Stolpersteine bei der Aufnahme einer Arbeit, berichtet Paula Klingemann von ver.di Bildung und Beratung, die für die Organisation mitverantwortlich war. Die nächste Veranstaltung am 8.6. ist bereits voll, aber für den 30.6. gibt es noch freie Plätze. Infos: https://hamburg.dgb.de/-/Vrs


Auf der Hannover Messe 2016 hat Katja Karger auf Einladung der Hans Böckler Stiftung zum Thema Industrie 4.0 gesprochen. Ein Auszug: "Viel zu selten werden die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf Beschäftigte und soziales Umfeld beachtet. Beschäftigte, Kunden und Verbraucher sind Betroffene dieser Veränderung – selten die Gestalter. Dabei geschieht Wandel nicht allein durch Technik – sie liefert nur die Bausteine." Die ganze Rede gibt es hier: https://hamburg.dgb.de/-/VWM


Es war wieder ein toller 1. Mai! Bei bestem Wetter waren insgesamt 6.500 Menschen bei den drei Demonstrationen und Kundgebungen in Hamburg beteiligt. 5.500 bei der Hauptdemonstration zum Museum der Arbeit, 600 in Bergedorf und 400 in Harburg. Viele Bilder, unsere „Erklärung für Weltoffenheit und Solidarität“, sowie die Reden von Annelie Buntenbach, Katja Karger und Simon Küppers gibt es hier zum Download: https://hamburg.dgb.de/-/Vhf


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Was machen die anderen
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*ver.di:
Mehr als 953.000 Überstunden in Hamburger Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen
http://hamburg.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++ede38c18-1839-11e6-a320-525400248a66

*IG Metall:
Ein starkes Ergebnis: Mehr Geld für alle - Tarifextra Nr. 5
http://www.igmetall-hamburg.de/startseite/news/tarifextra-nr-5

*GEW: Alle Jahre wieder arbeitslos
http://www.gew-hamburg.de/themen/schule/alle-jahre-wieder-arbeitslos

*IG BCE: Das Angebot von 1 % ist eine Provokation!
https://hamburg-harburg.igbce.de/tarifrunde-kautschuk-2016/128926

*IG BAU: Wohnungsbau nicht vertrödeln!
http://www.igbau-hamburg.de/Wohnungsbau_nicht_vertroedeln.html

*Arbeit und Leben: 12 Geführte Touren zu Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung
http://hamburg.arbeitundleben.de/seminaransicht.php?id=19285

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Was zum Schluss
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„Hamburg soll – so der erklärte Wille des rot-grünen Senats und des Ersten Bürgermeisters – auch zukünftig in der globalen Handelsliga mitspielen. Aber gibt es wirklich nur Gewinner der Globalisierung?“ Mit dieser Frage setzt sich ein gerade erschienenes Buch aus dem VSA-Verlag unter dem Titel „Hamburg: Internationale Metropole. Vom kolonialen Erbe zur Globalisierung: Wirtschaften, Wohnen, Arbeiten, Leben“ auseinander. Einen Beitrag hat Katja Karger zusammen mit Bianca Kühl verfasst. Der Titel: Globalisierte Arbeit und internationale Solidarität“. Hier geht es zum Buch (gibt es selbstverständlich auch in der Büchergilde): http://www.vsa-verlag.de/nc/buecher/detail/artikel/hamburg-internationale-metropole/

 

Der nächste Newsletter erscheint Anfang Juli.

 

Bis dahin verbleibt mit besten Grüßen

Das Team vom DGB Hamburg

 

 

 

 

 

 

 


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